Frei-Laubersheim,
05
Oktober
2020
|
12:02
Europe/Amsterdam

30 Tonnen für schnelles Internet

Auf den Millimeter genau wird der Point of Presence (PoP) mit dem Kran auf den bereits vorbereiteten Platz transportiert. Thomas Waldmann, Netzplaner bei Westnetz, misst noch einmal ganz genau nach.

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Schnelles Internet ist der heutigen Zeit wichtiger denn je: Im Zuge des laufenden Breitband-Ausbaus hat Westnetz ein neues PoP-Gebäude (Point of Presence) errichten lassen. Nach 370 Kilometern ist das bei der Betonbau GmbH in Bockenem hergestellte Beton-Fertigteilgebäude auf dem Schwerlasttransporter eingetroffen. Ein 200-Tonnen-Spezialkran setzte das etwa 30 Tonnen schwere Bauwerke auf den dafür vorgesehenen Standort in Frei-Laubersheim. Thomas Waldmann, Netzplaner bei Westnetz, war ebenfalls auf der Baustelle, um das Vorhaben zu koordinieren.

„Ein PoP ist die Hauptverteilstation des Netzes - von hier aus werden die Glasfaserkabel in die Kabelverzweiger verlegt. In der Station können alle Glasfaseranschlüsse der insgesamt vier Gemeinden aktiviert werden“, so Waldmann. Die Positionierung des PoP-Gebäudes war eine eindrucksvolle Angelegenheit. Auch einige Passanten blieben neugierig stehen, um sich das Spektakel anzusehen. Das PoP-Gebäude mit einer Grundfläche von drei mal sechs Meter macht die voranschreitende Digitalisierung im ländlichen Raum nach außen sichtbar. Kreisweit sind bislang zwei solcher Gebäude errichtet worden. Dieser übergeordnete PoP ist redundant und trassendisjunkt an den Backbone, die sogenannte Hauptleitung oder Rückgrat eines Netzwerks, angeschlossen. Dieses Bauwerk ist mit einem Zwischenboden, Klimatisierung und einer unterbrechungsfreien Stromversorgung ausgestattet. In einem solchem PoP-Gebäude sind mehrere Schränke mit Aktivtechnik und Glasfaserverteiler untergebracht. Insgesamt können zirka 12.000 Privatkunden und zirka 2.000 Geschäftskunden aufgeschaltet und mit einem eigenen Signal versorgt werden.

Die Lieferung des PoP-Gebäudes bedarf einer umfangreichen Planung. „Aufgrund der Größe und des Gewichts muss die Fahrtstrecke mit Querung von Brücken von den zuständigen Behörden genehmigt werden“, sagt Waldmann. „Ein solcher Schwerlasttransport bringt ein Gewicht von mehreren Tonnen auf die Straße.“ In den nächsten Wochen folgt die technische Ausstattung des neuen Gebäudes.