Essen,
16
Juli
2019
|
14:53
Europe/Amsterdam

70 Tonnen werden mitten in der Essener Innenstadt bewegt

Kraftakt: Der Transformator wird vom Schwertransporter an seinen finalen Standort gezogen.

  • Westnetz führt aufwendigen Schwertransport durch
  • Neuer Transformator für die Umspannstation Victoria Mathias
  • Gesamtinvestition von über 13 Millionen Euro

Ein rund 70-Tonnen Energieschwergewicht, 9 Meter lang, 3 Meter breit und 3,75 Meter hoch, hat in der Umspannstation Victoria Mathias seinen neuen Standort bezogen. In dieser Station im Essener Norden versorgen Transformatoren gemeinsam mit weiteren Umspannstationen einen großen Teil des Essener Stadtbereichs mit Strom. Dazu gehören auch die Universität und das Shoppingcenter Limbecker Platz.

Der Austausch erfolgt im Zuge des Umbaus der 110 kiloVolt (kV) Umspannstation Victoria Mathias, parallel zum Neubau des RWE Campus an der Altenessener Straße. Die Großbaustelle bietet einen geeigneten Anlass, die bisher getrennten Anlagenteile der 10kV Schaltanlage samt Trafos und der 110kV Schaltanlage an einem Standort zusammenzuführen. „Der neue Transformator ist leistungsstärker und effizienter. Für uns steht aber vor allem die Sicherheit an erster Stelle: Während des gesamten Umzugs und des Neubauvorhabens möchten wir eine zuverlässige Stromversorgung gewährleisten“, sagt Dr. Kai-Uwe Dettmann, Leiter des Regionalzentrums Ruhr. Die neue Umspannstation wird im laufenden Betrieb am bestehenden Standort der 110kV Schaltanlage gebaut. Dabei benötigt die neue Station insgesamt weniger Platz, bietet eine höhere Betriebs- und Personensicherheit und kann aufgrund der Digitalisierung vollständig aus der Ferne überwacht und bedient werden.

Der Wechsel der Energiekolosse bedeutet einen nicht unbeträchtlichen logistischen und technischen Kraftakt. Der neue Transformator wurde durch ein Spezialtransportunternehmen mit einem Schwertransporter aus Köln angeliefert. Das zuständige Team hievte das Schwergewicht vom Transporter auf seinen zukünftigen Platz in der Umspannstation. Insgesamt investiert Westnetz mehr als 13 Millionen Euro in das Projekt.

Hochspannungsschaltanlagen bilden die Schaltstellen im Verteilnetz, welches die elektrische Energie von den Kraftwerken zum Endverbraucher übertragen. Transformatoren dienen der Spannungsumwandlung von 110.000 Volt auf die darunter liegende Ebene von 10.000 Volt und verbinden die vorgelagerte Verteilnetzebene mit dem örtlichen Stadtnetz.