Kleve,
25
Juli
2019
|
12:00
Europe/Amsterdam

74 Tonnen werden mitten in der Stadt Kleve bewegt

Kraftakt: Der Transformator wird vom Schwertransporter an seinen finalen Standort gezogen.

  • Verteilnetzbetreiber Westnetz führt aufwendigen Schwertransport durch
  • Neuer Transformator für die innogy Station Kleve
  • Gesamtinvestition von über vier Millionen Euro

Ein rund 74-Tonnen Energieschwergewicht, 9,7 Meter lang, 3 Meter breit und 3,75 Meter hoch, hat in der innogy Station Kleve seinen neuen Standort bezogen. Das Energieunternehmen innogy versorgt die Stadtwerke Kleve derzeit noch über zwei verschiedene Umspannstationen mit Strom. Im Rahmen der Energiewende werden die 110 kV Einspeisungen nun angepasst und verstärkt.

Im Zuge dessen werden die vier bestehenden 110 kV Stromkreise umgebaut, wobei zwei Stromkreise neugebaut und optimiert werden und zwei entfallen. Aus diesem Grund werden über einen Zeitraum von drei Jahren beide Transformatoren der innogy Station Kleve erneuert, wohingegen die anderen zwei Stromkreise vor der innogy Station Kleve gänzlich entfallen. Dabei benötigt die neue Station insgesamt weniger Platz, bietet aber eine höhere Betriebs- und Personensicherheit und kann aufgrund der Digitalisierung vollständig aus der Ferne überwacht und bedient werden.

Die im Anschluss neu aufzubauenden 110 kV Stromkreise werden im inneren Stadtgebiet als 110 kV Kabelanlage ausgeführt. „Der neue Transformator ist leistungsstärker und effizienter. Für uns steht aber vor allem die Sicherheit an erster Stelle: Während des gesamten Umzugs und des Neubauvorhabens möchten wir eine zuverlässige Stromversorgung gewährleisten“, sagt Oliver Sauerbach, Leiter des Regionalzentrums Niederrhein.

Der Wechsel der Energiekolosse bedeutet einen nicht unbeträchtlichen logistischen und technischen Kraftakt. Der neue Transformator wurde durch ein Spezialtransportunternehmen mit einem Schwertransporter aus Köln angeliefert. Das zuständige Team hievte das Schwergewicht vom Transporter auf seinen zukünftigen Platz in der Umspannstation. Insgesamt investiert der Verteilnetzbetreiber Westnetz mehr als vier Millionen Euro in das Projekt.

Hochspannungsschaltanlagen bilden die Schaltstellen im Verteilnetz, welches die elektrische Energie von den Kraftwerken zum Endverbraucher übertragen. Transformatoren dienen der Spannungsumwandlung von 110.000 Volt auf die darunter liegende Ebene von 10.000 Volt und verbinden die vorgelagerte Verteilnetzebene mit dem örtlichen Stadtnetz.