Gödenroth,
23
April
2018
|
00:00
Europe/Amsterdam

Anlieferung Transformatorstation Gödenroth

  • Bau Batterie-Großspeicher nimmt Gestalt an
  • Speicher ist Teil des DESIGNETZ-Einzelprojekts „Energiewabe Rhein-Hunsrück-Kreis“

Nachdem die Tiefbauarbeiten zum Bau des Batterie-Großspeichers in Gödenroth im Rahmen des Energiewendeprojekts DESIGNETZ fast abgeschlossen sind, konnte nun die Transformatorstation geliefert werden. Die Station ermöglicht den Anschluss des Speichers an das Stromnetz. Er hat die Aufgabe, erzeugungsbedingte Stromspitzen im Netz zu reduzieren und überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen zwischenzuspeichern. Westnetz-Mitarbeiter Gerd Emmel war ebenfalls mit vor Ort, um die Anlieferung zu koordinieren und sich einen Überblick zu verschaffen.

Aufbau der Station
Anlieferung Transformatoren-Station GödenrothSchon während der Planungsphase des Batterie-Großspeichers wurde festgelegt, wo später die Transformatorstation aufgestellt werden sollte. Im Vorfeld wurde der Platz auf der Baustelle für die Anlieferung der Station vorbereitet - der Boden wurde aufgefüllt und geglättet. Nun setzte ein Mobilkran die 30 Tonnen schwere und circa drei Mal fünf Meter große Station auf dem vorgesehenen Platz ab. Im Anschluss wurden die Erdkabel verlegt - dann konnte die Station in Betrieb genommen werden.

Die Anlage und wie sie funktioniert
Die Aufgabe der Transformatorstation ist es, den Anschluss des Speichers an das Mittelspannungsnetz zu ermöglichen. Das geschieht mit Hilfe eines in der Station eingebauten Transformators, der die Mittelspannung (20 Kilovolt) des öffentlichen Stromnetzes in die zum Anschluss des Speichers (690 Volt) erforderliche Spannung umwandelt.

Aufbau Transformatoren-Station Gödenroth

Hintergrund Batterie-Großspeicher
Gerade im Rhein-Hunsrück-Kreis wird durch dezentrale Erzeugungsanlagen aus Wind, Sonne oder Biomasse sehr viel erneuerbare Energie in das Netz eingespeist. Der Speicher ist einer der größten Batterie-Großspeicher, der im Rahmen des Energiewendeprojekts DESIGNETZ errichtet wird. Er wird nach Fertigstellung dafür sorgen, dass mehr regenerativ erzeugter Strom aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen in das lokale Stromnetz integriert werden kann. Dies erfolgt durch eine gezielte Zwischenspeicherung und Reduzierung von Stromspitzen im Netz. Man spricht hier von Spitzenkappung, da die Stromspitze „gekappt“ wird, bevor sie entsteht. Die Fertigstellung des Projektes ist in der zweiten Jahreshälfte geplant. Im Anschluss wird der Speicher in das aus mehreren Bausteinen bestehende Gesamtsystem „Energiewabe Rhein-Hunsrück-Kreis“ integriert. Die Kapazität des Speichers reicht aus, um circa 400 Haushalte einen Tag mit elektrischer Energie zu versorgen.