Rheine,
07
Oktober
2021
|
12:43
Europe/Amsterdam

Arbeiten für Leitungserneuerung haben begonnen

  • Westnetz setzt zwischen den Umspannwerken Rheine und Maxhafen auf neue Erdkabel für das Mittelspannungsnetz. 
  • Bauarbeiten sind Vorstufe zum Rückbau der 30kV-Freileitungen. 
  • Arbeiten dauern noch in etwa bis Mitte nächsten Jahres. 

Der Verteilnetzbetreiber Westnetz investiert weiter in die Versorgungssicherheit in der Region. Aktuell laufen rund um den Bereich „Zum Angelsee“ in St. Arnold Arbeiten, um die Kabel in der Mittelspannungsebene (30kV) zu erneuern. Insgesamt werden Kabel auf einer Länge von rund 8 Kilometern verlegt.

In diesem Jahr werden zunächst die Leitungen von der Umspannanlage Maxhafen bis zum Windpark Clemenshafen verlegt. Im kommenden Jahr steht der Bauabschnitt vom Windpark Clemenshafen bis zum Windpark Rheine auf dem Programm. Durchgeführt wird ein Großteil der Arbeiten im sogenannten Spülbohrverfahren. Auf diese Weise können die Rohrleitungen unterirdisch, horizontal verlegt werden, ohne dass es erforderlich wäre einen Graben ausheben zu müssen. Nur an wenigen Abschnitten muss in offener Bauweise gearbeitet werden. Durch die unterirdische Verlegung der Kabel sind zudem kaum nennenswerte Einschränkungen für den Straßenverkehr zu erwarten. Aus Sicherheitsgründen könnten evtl. lediglich kürzere Abschnitte halbseitig gesperrt werden. Diese Einschränkungen sollten jedoch in den meisten Fällen nur von kurzer Dauer sein. Insgesamt investiert Westnetz rund 1,2 Millionen Euro in dieses Bauprojekt.

Die Verkabelung der Strecke ist Teil der umfangreichen Baumaßnahmen, die im Zuge des Neubaus der Umspannanlage Maxhafen gestartet wurden. Die 10.000 Quadratmeter große Anlage ist ein zentraler Knotenpunkt der regionalen Energieversorgung. Hier wird die Energie aus dem Hochspannungsnetz auf kleinere Spannungsebenen umgewandelt und in die örtlichen Netze verteilt. In umgekehrter Reihenfolge bieten die Transformatoren zudem ausreichend Leistungsreserven, um den hier in der Region erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien in die regionalen Verteilnetze und das Hochspannungsnetz einzuspeisen. In den Neubau, der im August 2018 eingeweiht wurde, investierte Westnetz rund 5 Millionen Euro.

Die Verkabelung der Mittelspannungsstrecke ist nötig, um auch künftig eine sichere und zuverlässige Stromversorgung bieten zu können. Die 30kV-Leitung sorgt für eine Absicherung der Einspeisung n die Umspannanlage Maxhafen. Bei einem Ausfall der ersten Strecke kann durch diese Leitung ein Stromausfall vermieden werden. Außerdem sind Erdkabel deutlich weniger störanfällig im Vergleich zu Freileitungen, da sie weniger äußeren Einflüssen, insbesondere Stürmen, ausgesetzt sind.

Durch die Verkabelung ist es zudem möglich, dass im Anschluss an die Inbetriebnahme der neuen Leitungen die Freileitungen in dem Gebiet, auf einer Gesamtlänge von etwa 10 Kilometern, und die dazugehörigen Betonmasten demontiert werden können. Die Eigentümer der betroffenen Grundstücke wurden bereits informiert.

Geplant wurden die neuen Versorgungsleitungen am Westnetz-Betriebsstandort in Metelen. Westnetz modernisiert regelmäßig die örtlichen Strom-, Gas- und Wassernetze. In der gesamten Region Ems-Vechte verantwortet Westnetz die Planung, den Bau, die Instandhaltung und den Betrieb von 9.500 Kilometern Strom-, 2.200 Kilometern Gas-, 170 Kilometern Wasser- und 4.100 Kilometern Glasfasernetz. Insgesamt 130 Mitarbeiter sorgen in der Region für eine zuverlässige Energieversorgung.