Kirn-Sulzbach,
25
Oktober
2017
|
06:29
Europe/Amsterdam

Ausgereifte Technik zur Kabelverlegung

Tiefer und immer tiefer versinkt das metallene Bohrgestänge im schlammigen Erdreich und bohrt sich Meter für Meter zu seinem Ziel. Norbert Helm, Netzplaner bei Westnetz, schaut sich zusammen mit Achim Schneider, Teamleiter der Netzplanung in Idar-Oberstein, die Baustellen in Bergen und Kirn-Sulzbach an. Hier werden mit Hilfe des Spülbohrverfahrens Rohre zwischen der Umspannanlage Kirn-Sulzbach und Bergen verlegt, um den stetig wachsenden elektrischen Leistungsbedarf auch in Zukunft genüge zu tragen und den Breitbandausbau in der Region voran zu treiben.

Besichtigung einer Baustelle

Bild: Norbert Helm (links), Netzplaner bei Westnetz, schaut sich zusammen mit Achim Schneider (Mitte), Teamleiter der Netzplanung in Idar-Oberstein, die Baustellen in Bergen und Kirn-Sulzbach an.

  • Spülbohrung schont Umwelt
  • Sicherung und Optimierung der Stromversorgung

Um die Oberfläche zu schonen sowie Zeit und Kosten zu sparen hat das Unternehmen einen Dienstleister damit beauftragt, mit Hilfe der sogenannten Horizontalspülbohrtechnik unterirdisch zu bohren. In Kirn-Sulzbach und Bergen gräbt sich derzeit das Spezialgerät kontinuierlich durch den Boden, um im Anschluss Leerrohre unter die Erde zu bringen. Um die neuen Stromkabel zu verlegen, werden zwei Bohrungen mit einer Länge von 165 und 430 Metern durchgeführt. Außerdem werden Glasfaserleitungen für eine neue Datenautobahn mit eingebracht, die schnelleres Internet ermöglichen. Die Maßnahme die ab der Umspannanlage Kirn-Sulzbach beginnt wird voraussichtlich noch bis Ende diesen Jahres andauern.

Das umweltfreundliche Spülbohrverfahren schont die Oberfläche, da diese nicht geöffnet werden muss. Bei dem Verfahren schiebt die Spülbohranlage einen Bohrer durch ein Einstiegsloch in der Erde nach vorne. Das Bohrgestänge wird Stück für Stück verlängert und die verdrängte Erde ausgespült. Der Spülbohrfahrer wird von seinem Kollegen unterstützt, der mit dem Ortungsgerät den Verlauf und die Tiefe der Bohrung überwacht. Im Anschluss werden Leerrohre eingezogen, durch das die Strom- und Glasfaserkabel verlegt werden. „Die Verlegung von Rohren bringt normalerweise einen großen Aufwand mit sich. Durch das Spülbohrverfahren wird der Aufwand reduziert und die Oberfläche muss nicht komplett aufgerissen werden. Aufgrund der Hanglage und dem damit verbundenen Gefälle von über 30 Prozent ist das Verfahren somit am geeignetsten“, erklärt Helm die moderne Technologie. Um die Arbeitssicherheit auf der Baustelle zu gewährleisten, führte Schneider ein Sicherheitsgespräch mit den dienstleistenden Firmen.

Für eventuelle Unannehmlichkeiten während der Bauphase bittet das Unternehmen um Verständnis.

 

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