Reken,
06
April
2020
|
14:36
Europe/Amsterdam

Bahn frei für mehr regenerativ erzeugte Energie in Reken

Westnetz-Projektleiter Steffen Wolters am Kabelgraben neben der Umspannanlage. In den nächsten Tagen kann das neue Kabelsystem seinen Betrieb aufnehmen.

  • Westnetz baut leistungsstarkes Kabel zwischen Weskerhok und der Umspannanlage am Telgerkamp
  • 650.000 Euro für zukunftsfähigen Ausbau des Netzes

Für den Strom- und Gasnetzbetreiber Westnetz läuft die Arbeit in der Corona-Krise auf dem gewohnten Niveau weiter. So geht auch in Reken kontinuierlich die Verstärkung der Netze voran. In den nächsten Tagen wird ein neues 10.000 Volt Kabel an die Umspannanlage am Telgerkamp angeschlossen und in Betrieb gehen. Westnetz-Mitarbeiter haben bereits im vergangenen Herbst damit begonnen, drei Kabelsysteme mit einer Gesamtlänge von rund fünf Kilometer von Weskerhok bis zu der Umspannanlage in die Erde zu legen. Der Grund ist die weiter steigende Einspeisung von regenerativer Energie südöstlich von Reken. „Hier im Weskerhok und auch im Lökerhok haben wir besonders viele regenerative Erzeugungsanlagen an unser Netz angeschlossen. Das Stromnetz, welches diese Energie aufnehmen muss, war an seine Grenzen gelangt. Darum haben wir neue leistungsstarke Kabel in die Erde gelegt. So ist das Netz an dieser Stelle zukunftsfähig ausgelegt und kann auch perspektivisch weiteren regenerativ erzeugten Strom aufnehmen,“ erläutert Westnetz-Projektplaner Steffen Wolters.

Jedes der drei neuen Kabelsysteme besteht aus je drei Einzelkabeln und hat insgesamt einem Außendurchmesser von rund zwölf Zentimetern. Sie wurden in einer Tiefe von 120 Zentimetern in die Erde gelegt. Inzwischen sind die Bauarbeiten an der Umspannanlage angekommen. In den nächsten Tagen werden die Erdarbeiten abgeschlossen und eines der drei Systeme wird an die Umspannanlage angeschlossen. Die beiden anderen sind Reserve und können bei Bedarf ebenfalls an die Anlage angeschlossen werden. Durch diese Maßnahme wird die Kapazität der Netze vor Ort erhöht und weitere regenerativen Erzeugungsanlagen können einspeisen.

Von den Arbeiten werden die Bürgerinnen und Bürger von Reken nichts mitbekommen. Die Stromversorgung ist auch während dieser Arbeiten sichergestellt. Insgesamt hat Westnetz für diese Baumaßnahme 650.000 Euro investiert.