Essen,
19
Januar
2018
|
00:00
Europe/Amsterdam

Bilanz der Stromausfälle am Tag nach Sturmtief Friederike

  • Stromversorgung im Westnetz-Gebiet seit 17 Uhr komplett wiederhergestellt
  • Zum Höhepunkt des Sturms waren am Donnerstag bis zu 150.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen ohne Strom
  • Gesamtschaden liegt im siebenstelligen Bereich

Sturmtief Friederike hat im Versorgungsgebiet von Westnetz, dem Verteilnetzbetreiber der innogy SE, am Donnerstag zu zahlreichen Stromausfällen geführt. Um etwa 10 Uhr kamen aus den westlichen Gebieten von Nordrhein-Westfalen die ersten Meldungen über Versorgungsunterbrechungen. Gegen 14 Uhr war der Höhepunkt erreicht mit etwa 150.000 Menschen, die ohne Strom waren - davon etwa 120.000 in Nordrhein-Westfalen, 20.000 in Rheinland-Pfalz und 10.000 im südlichen Niedersachsen.

Heute kann Westnetz Bilanz ziehen: Insgesamt gab es rund 600 Störungen im Bereich der Hoch-, Mittel- und Niederspannung. Mehr als 500 Mitarbeiter der Westnetz und rund 200 Techniker von Fremdfirmen waren rund 800 Mal im Einsatz, um diese Störungen schnellstmöglich zu beheben. Zum Teil werden Leitungen auch per Hubschrauber auf mögliche Schäden geprüft. Bis 17 Uhr war die Stromversorgung überall wiederhergestellt. In Einzelfällen setzt Westnetz für die Betroffenen Stromaggregate ein.

Stefan Küppers, Geschäftsführer der Westnetz: „Die sorgfältige Vorbereitung auf den Sturm Friederike hat sich ausgezahlt, die Abläufe haben gut funktioniert. Trotz der zahlreichen Stromausfälle können wir festhalten, dass unser Verteilnetz sehr sturmfest ist, vor allem im internationalen Vergleich. Das liegt unter anderem daran, dass immer mehr Stromleitungen in die Erde gelegt werden. Und angesichts der zum Teil schwierigen Einsätze freue ich mich, dass nach derzeitigem Stand kein Mitarbeiter der Westnetz oder Kollege unserer Partnerfirmen zu Schaden gekommen ist.“

Ursache der Störungen waren in den allermeisten Fällen vom Sturm entwurzelte Bäume und abgebrochene Äste, die die Stromleitungen beschädigten. Die Reparaturen der beschädigten Stromleitungen werden noch mindestens eine Woche in Anspruch nehmen. Die Schadenshöhe wird voraussichtlich im siebenstelligen Bereich liegen.