Kirn-Sulzbach,
13
Dezember
2017
|
00:00
Europe/Amsterdam

Der Bagger der schreitet

Da ist Fingerspitzengefühl gefragt: Der Schreitbagger im 40 Prozent Gefälle zwischen der Umspannanlage Kirn-Sulzbach und Bergen.

  • Ungewöhnliches Baufahrzeug in Kirn-Sulzbach im Einsatz
  • Westnetz verlegt Erdkabel und Leerrohr für die Breitbandversorgung

So etwas hat es in Kirn-Sulzbach und Umgebung noch nicht gegeben. Normalerweise bewegt sich der „menzi muck“ im Schweizer Hochland, doch die Firma Klein hat ihn jetzt, im Auftrag der Westnetz, in Kirn-Sulzbach im Einsatz. Für die Experten ist der Hightech-Bagger mit dem Teleskop-Arm und den vier Spinnenbeinen ein Alltags-Baufahrzeug. Norbert Helm, Netzplaner bei Westnetz im Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück, schaut sich zusammen mit Peter Schneider, Firma Reuschenbach, die Baustellen in Kirn-Sulzbach an.

Mit Hilfe des Schreitbaggers wird ein Graben in einer Hangschneise mit 40 Prozent Gefälle zwischen der Umspannanlage Kirn-Sulzbach und Bergen gezogen. Der 14 Tonnen schwere Bagger schreitet mühelos über meterhohe Hindernisse hinweg und verrichtet ganze Arbeit auf unwegsamem, schwer zugänglichem Gelände. Seine besonderen Fähigkeiten verdankt der Schreitbagger seinem ausgeklügelten Hightech-Chassis und dem patentierten Baggerarm: diverse Hydraulikzylinder ermöglichen es dem Allrounder, seine Räder und Füße jedem Gelände anzupassen, die ein normaler Bagger der gleichen Gewichtsklasse niemals erreicht.

Anschließend werden 4300 Meter 20 kV-Erdkabel eingebracht, um dem stetig wachsenden elektrischen Leistungsbedarf auch in Zukunft genüge zu tragen. Um den Breitbandausbau in der Region weiter voran zu treiben, werden zusätzlich 4500 Meter Leerrohre verlegt. Die Maßnahme, die ab der Umspannanlage Kirn-Sulzbach beginnt, wird voraussichtlich noch bis Ende dieses Jahres andauern.