Borgholzhausen,
16
Januar
2020
|
08:17
Europe/Amsterdam

Energiesparende Straßenbeleuchtung in Borgholzhausen

Sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und dem Ergebnis: v.l. Rainer Oesting (innogy), Bürgermeister Dirk Speckmann, Bernhard Keitemeyer, Eric Viehe, Hendrik Venhoff (Westnetz), Dierk Bollin (Firma Bollin) und Dirk Nolkemper (Stadt Borgholzhausen)

  • Technische Modernisierung der Beleuchtung durch Westnetz
  • aufwändiges Verfahren in ambitioniertem Zeitplan

Sie ist so gut wie fertig: die moderne und technisch hochwertige Straßenbeleuchtung der Stadt Borgholzhausen. Möglich gemacht haben das die Mitarbeiter der Westnetz vom Standort Harsewinkel, die den Wunsch der Stadt nach einer Nachtabsenkung umsetzten. Die Westnetz GmbH ist Betreiber des Straßenbeleuchtungsnetzes. Die Mitarbeiter des Westnetz-Technikstandortes Harsewinkel sind in diesem Fall die Ansprechpartner der Stadt.

„Wir haben uns sehr gefreut, dass unser Wunsch so schnell in die Tat umgesetzt wurde. Nun sind wir wieder einen Schritt weiter auf dem Weg zu einer besonders klimaschonenden Stadt. Wir haben ausgerechnet, dass diese Maßnahme unseren Stromverbrauch um rund 26.000 Kilowattstunden im Jahr reduziert. Das entspricht einer Ersparnis von 5.000 Euro“, erklärt Bürgermeister Dirk Speckmann.

„Durch die neue Nachtabsenkung und den Umbau der Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik reduzieren wir den Energieverbrauch von 300.000 auf 60.000 Kilowattstunden. Und das, obwohl wir noch 80 weitere Leuchten an das Netz angeschlossen haben.“

Die Beleuchtung in Borgholzhausen wurde bisher lediglich durch einen Dämmerungsschalter ein- oder ausgeschaltet. Um noch mehr Energie einzusparen, wünschte sich die Stadt nun die Möglichkeit einer Nachtabsenkung der Straßenbeleuchtung. Das bedeutet, dass die Beleuchtung in der Zeit zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr etwas dunkler und damit sparsamer sein sollte, da zu dieser Zeit in der Regel nicht mehr so viele Menschen auf den Straßen unterwegs sind. Mit diesem Wunsch kam der Klimamanager der Stadt, Dirk Nolkemper auf die Westnetzmitarbeiter zu und bat um die technische Umsetzung.

„Eine komplett neue Steuerung für die gesamte städtische Beleuchtung ist nicht ganz so leicht realisiert, wie sich das zunächst für den Laien anhören mag”, erklärt der Leiter des Westnetz-Netzbereiches in Harsewinkel Hendrik Vennhoff. „Aber geht nicht, gibt´s nicht und so haben wir ein komplettes Konzept erarbeitet und umgesetzt, um die Borgholzhausener Straßenbeleuchtung umzustellen.”

Zunächst musste geprüft werden, ob das Straßenbeleuchtungsnetz die technisch erforderlichen Bedingungen erfüllt. Dafür haben die Westnetz-Kollegen alle 800 Straßenleuchten gemessen, deren Sicherungen geprüft und teilweise ausgetauscht. Sie haben rund 25 Stromkreise erfasst und moderne Schaltschränke für die neue Steuerung in das Netz eingebunden. Neben der Koordination der Tiefbauarbeiten haben sie alle Maßnahmen dokumentiert, damit ein aussagekräftiges Planwerk für das Beleuchtungsnetz vorliegt.

Statt nur einer zentralen Schaltstelle im Rathaus gibt es nun fünf steuerbare Schaltstellen im Stadtgebiet und weitere in den Ortsteilen. Diese sorgen dafür, dass nicht nur ein- oder ausgeschaltet wird, sondern auch nach Abend- und Nachtphase unterschieden wird. Gesteuert wird jetzt zeitabhängig und nicht mehr dämmerungsabhängig. Ein Vorteil ist auch, dass die Schaltstellen nun frei zugänglich sind.

„Man kann fast sagen, dass wir das komplette Straßenbeleuchtungsnetz einmal runderneuert haben. Nun steht den Borgholzhausenern eine moderne Straßenbeleuchtung zur Verfügung, die ohne Komfortverlust für ausreichende Helligkeit unter sparsamsten Bedingungen sorgt. Nur drei Monate haben wir dafür benötigt. Das war ambitioniert, aber es hat dem Team auch großen Spaß gemacht. Jetzt haben wir es geschafft und sind stolz auf das Ergebnis. Dabei hat auch die Zusammenarbeit mit dem von der Stadt beauftragten Elektrounternehmen Dierk Bollin sehr gut geklappt”, sagt Hendrik Vennhoff.

Klimamanager Dirk Nolkemper ergänzt: „In der Umstellungsphase waren Anpassungsarbeiten an den einzelnen Leuchten erforderlich. Das führte dazu, dass entweder die Leuchte völlig ausgeschaltet war oder sich nicht in die Nachtabsenkung schalten ließ. Einige Anwohner haben sich daraufhin bei uns gemeldet. Firma Bollin hat schnellstmöglich immer alles wieder ins rechte Licht gebracht. Diese Umstellungsphase wird in den Siedlungen in den Außenbereichen noch die nächsten Wochen andauern.“