Heek,
20
September
2019
|
11:09
Europe/Amsterdam

Engagement für das Leben

Frank Baumeister (links) und Andreas Gausling übergeben stellvertretend für die Kollegen des Regionalzentrum Ems-Vechte deren Restcent-Spende an die Hospizgruppe Heek mit ihrer Koordinatorin Ingrid Göcke (2.von links).

  • Hospizbegleitung ist Lebensbegleitung
  • Westnetz-Betriebsrat übergibt Spende an Hospizgruppe Heek

Frank Baumeister ist beeindruckt von der Arbeit der ehrenamtlich tätigen Hospizgruppe Heilig-Kreuz in Heek. Er setzte sich bei seinen Kollegen von der Westnetz GmbH für die Gruppe ein. Traditionell wird am Rande von Betriebsversammlungen des Netzbetreibers Geld für einen guten Zweck gesammelt. Durch die Fürsprache von Frank Baumeister ist dieses von den Kollegen gespendete Geld nun an die Hospizgruppe gegangen. „Wir sind froh, durch unsere Spende das sehr persönliche Engagement der Hospizgruppe unterstützen zu können. Wir haben sehr großen Respekt vor dieser Arbeit“, sagte der Betriebsrat bei der Übergabe von 300 Euro und 17 Cent. Er war gemeinsam mit dem Kollegen Andreas Gausling nach Heek gekommen.

Ingrid Göcke, Koordinatorin der Hospitzgruppe sagt: „Jede Familie braucht ab und an ein wenig Unterstützung. Das gilt besonders in Situationen, in denen das normale Leben aus dem Gleichgewicht gerät, weil ein Familienmitglied schwer krank ist oder sich auf den Tod vorbereitet. In solchen Situationen sind wir da und an der Seite der Familie“. Achtsamkeit, Vertrauen und absolute Verschwiegenheit sind wichtige Bestandteile der ehrenamtlichen Arbeit. „Sogar unsere Partner wissen nicht, mit welcher Familie wir jeweils in Kontakt sind“ sagt Göcke. Und: allein die betroffene Familie oder der Patient entscheidet. Sowohl über den Zeitpunkt des Kontaktes als auch über die Art der Tätigkeit. Manchmal geht es darum, dass einfach nur jemand da ist und bei einem sterbenden Menschen sitzt oder dass ein Mitglied der Hospizgruppe ganz praktisch aktiv wird und den Kindern bei den Schularbeiten hilft. Die Bandbreite der Unterstützung ist groß.

Die Spende der Westnetz-Mitarbeiter fließt in Schulungen für die Helfer aus der Hospizgruppe. „Wir wollen Menschen eine Stütze sein, die in eine persönliche Krisensituation geraten sind. Das fordert uns. Wir müssen gut vorbereitet, persönlich gerüstet und geschult sein. Daher legen wir das Geld der Westnetz-Mitarbeiter gut an, wenn wir es in Seminare und Ausbildung investieren“ sagt Göcke. Einen guten Rückhalt bekommt die Hospizgruppe auch im Austausch mit dem Seelsorger Harald Schneider.

Die Hospizgruppe blickt auf eine rund 20jährige Tätigkeit in Heek zurück. Der 15köpfigen Gruppe mit vorwiegend christlichen Wurzeln ist menschliches Miteinander und damit weltoffene Unterstützung wichtig. Ihr Ziel ist es, Gespräche zu ermöglichen, Schweigen zuzulassen und Trauer bewältigen zu helfen. Sie tragen dazu bei, dass Leben und Sterben zu Hause möglich sein kann. Sie wollen Familie und Freunde nicht ersetzen, sie möchten sie entlasten.

Interessierte sind in der Gruppe jederzeit herzlich willkommen und Hilfe auch. Sei es, dass eine Nachbarin einen Kuchen vorbei bringt oder dass jemand sich um die Internet-Seite der Gruppe kümmert. „unter den 15 Mitgliedern der Gruppe ist nur ein Mann. Wir wollen dringend an unserer Männerquote arbeiten. Neue Mitstreiter sind herzlich willkommen“ sagt Ingrid Göcke.

In der Region Ems-Vechte verantwortet Westnetz mit insgesamt acht Betriebsstellen Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb von 12.400 Kilometern Strom-, 2.500 Kilometern Gas- und 170 Kilometern Wassernetz. Insgesamt 130 Mitarbeiter sorgen in der Region Ems-Vechte für eine zuverlässige Versorgung.