Düren,
06
Oktober
2021
|
17:00
Europe/Amsterdam

Erdgasumstellung in Teilen von Bergheim, Elsdorf und Kerpen erfolgreich abgeschlossen

  • Westnetz hat in zwei Jahren 13.000 Gasgeräte erfasst und größtenteils auf H-Gas umgestellt. 
  • Erdgasversorung damit in Zukunft sichergestellt. 

Seit gestern, 5. Oktober ist es vollbracht. In diesen Ortsteilen der drei Städte Bergheim, Elsdorf und Kerpen meldet der Verteilnetzbetreiber Westnetz die erfolgreiche Umstellung der Erdgasversorgung von L-Gas auf H-Gas: Ahe, Innenstadt Bergheim, Kenten, Quadrath-Ichendorf, Thorr, Zieverich und Teile von Paffendorf (Stadt Bergheim), Götzenkirchen, Horrem, Neu-Bottenbroich (Stadt Kerpen) und Heppendorf (Stadt Elsdorf).

Damit werden die Bürgerinnen und Bürger der genannten Stadtteile sofort mit einer neuen Gasart beliefert. Das höherkalorische H-Gas („High caloric Gas“) strömt nun nach über zwei Jahren Vorbereitungszeit durch die heimischen Leitungen des Rhein-Erft-Kreises. In der Gasübergabestation „Kerpen-Horrem“ traf die neue Gasart um 9:15 Uhr ein, kurze Zeit später auch in der Gasübergabestation „Bergheim, Römerstraße“ in Thorr.
Das H-Gas („High caloric Gas") ersetzt zukünftig das bisherige im Netz verwendete L-Gas („Low caloric Gas") im Gasversorgungsnetz der Westnetz im Rhein-Erft-Kreis. Bislang wurde der Nordwesten Deutschlands überwiegend mit L-Gas versorgt. Da die L-Gas-Vorräte in Deutschland und den Niederlanden rückläufig sind, ist eine Umstellung auf H-Gas erforderlich.

„Wir freuen uns sehr, dass wir unsere sorgfältig geplanten Umstellungsmaßnahmen innerhalb der Städte Bergheim, Elsdorf und Kerpen erfolgreich und reibungslos umsetzen konnten. Rund 13.000 Gasgeräte haben unsere Monteure in den letzten Monaten erhoben und einen Großteil schon auf das neue H-Gas angepasst. Umstellungsarbeiten sind noch bis Ende Dezember des Jahres geplant. Danach ist die Erdgasumstellung endgültig in diesem Gebiet abgeschlossen. Mit über 1.000 verschiedenen Gerätemodellen ist es uns dank des intensiven Austausches mit den Geräteherstellern und den regionalen Installateuren gelungen, für nahezu alle Geräte Ersatzteile zu bestellen“, sagt Mark Merkens, Koordinator für die Erdgasumstellung bei der Westnetz. 

„Die Umstellung auf H-Gas ist eines der umfangreichsten Westnetz-Projekte der kommenden Jahre“, führt er fort. „Ab 2026 passen wir als zuständiger Verteilnetzbetreiber weitere rund 30.000 Gasgeräte im Regionalzentrum Westlichen Rheinlandes im Rhein-Erft-Kreis sowie Kreis Düren an. Dies ist ein enormer technischer und logistischer Aufwand.

Peter Vent, Leiter Netzbetrieb des Regionalzentrums (RZ) Westliches Rheinland, bedankt sich bei den Kolleginnen und Kollegen für die erfolgreiche Umsetzung der sogenannten Marktraumumstellung, die durch die Corona-Pandemie deutlich erschwert wurde. Der angestrebte Zeitplan konnte dank des Engagements der Mitarbeiter und trotz der zusätzlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen eingehalten werden. 

 

Hinweis:
Das von Westnetz während der Zeit der Umstellungsmaßnahmen im Sommer 2020 eingerichtete Erdgasbüro für Kunden am Westnetz-Standort Bergheim, Humboldtstr. 4 – 6, wird voraussichtlich noch bis 31.12.2021 geöffnet bleiben. 
Der blau-grüne Bürocontainer, der direkt vom großen Kundenparkplatz des Unternehmens sichtbar und erreichbar ist, ist als Anlaufstelle für Kundennachfragen mittwochs von 10 bis 18 Uhr und donnerstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.

 

Hintergrund
In Deutschland wird die Versorgung mit Erdgas durch zwei verschiedene Gas-Arten gewährleistet, die sich vor allem durch ihren Methangehalt und den Brennwert unterscheiden: Erdgas L (engl. = low calorific gas – niedriger Brennwert) und Erdgas H (engl. = high calorific gas – hoher Brennwert). Der kontinuierliche Rückgang der L-Gasaufkommen in Deutschland und den Niederlanden ist der Grund für die notwendige Umstellung von Erdgas L auf Erdgas H, die sogenannte Marktraumumstellung. Die nachgewiesenen H-Gas Reserven erlauben auch in Zukunft eine sichere Erdgasversorgung, bedeuten aber auch einen enormen Umstellungsaufwand, da z.B. Flammen in Gasherden, Thermen oder industriellen Thermoprozessanlagen heißer würden, was – ohne individuelle Anpassung - zu technischen Problemen führen könnte.
Für die bundesweite Umstellung auf das energiereiche H-Gas haben die Gasnetzbetreiber gemeinsam mit der Bundesnetzagentur einen Netzentwicklungsplan abgestimmt.