Naurath/Wald,
20
Januar
2020
|
16:59
Europe/Amsterdam

Erdkabelbau von Osburg nach Thalfang schreitet voran

Gemeinsam kamen Vertreter aus der Lokalpolitik und vom Verteilnetzbetreiber Westnetz nahe eines Streckenabschnittes in Naurath/Wald zusammen, um sich über den Fortschritt der Bauarbeiten für das Erdkabel von Osburg nach Thalfang zu informieren. (Foto: David Kryszons/Westnetz)

  • Inbetriebnahme der Hochspannungstrasse im Herbst 2020 geplant

Seit dem symbolischen Spatenstich im November 2018 ist der Bau der wichtigen Erdkabelverbindung von Osburg nach Thalfang planmäßig vorangeschritten. Der Verteilnetzbetreiber Westnetz treibt den Neubau der rund 17 Kilometer langen Hochspannungs-Verbindung derzeit voran, um zum Gelingen der Energiewende in Rheinland-Pfalz beizutragen. Das Windenergiekabel wird den Transport von regenerativ erzeugter Energie vom Einspeisepunkt Thalfang (110-kV) zum Übertragungsnetz an der Umspannanlage Osburg (220/380-kV) ermöglichen.

Heute kam Günther Schartz, Landrat des Kreises Trier-Saarburg, gemeinsam mit weiteren Vertretern aus der Lokalpolitik, der Presse und vom Energieunternehmen innogy nahe des Streckenverlaufs in Naurath/Wald zusammen, um sich über den Baufortschritt zu informieren. „Im Rahmen der Energiewende ist es das politische Ziel der Landesregierung, den kompletten Strombedarf in Rheinland-Pfalz innerhalb der nächsten Jahre bilanziell aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Die Kapazität des bestehenden Verteilnetzes ist jedoch bereits an seine Grenzen gekommen und reicht angesichts des gegenwärtigen Windkraftzuwachses vor allem in der Region Hunsrück nicht mehr aus. Daher brauchen wir das neue Windenergiekabel, um den Ökostrom zu den Verbrauchern zu bringen. Dabei freue ich mich über die vorbildliche Umsetzung des Bürgerwunsches, dass ein Erdkabel unter dem Einsatz von innovativer Technik gebaut werden kann.“

Jürgen Stoffel, Leiter des Regionalzentrums Trier der Westnetz, ergänzte: „Wir freuen uns, dass der Neubau der Hochspannnungs-Strecke in Form eines Erdkabels planmäßig vorangeht. Das Projekt ist notwendig, um die Energiewende in der Region zu stärken, die Einspeisung von Windenergie sicherzustellen und das Netz so langfristig störungsfrei und stabil zu halten.“

Westnetz unterstützt durch den Bau die Ziele der Energiewende in der Region und investiert rund 24 Millionen Euro in die Maßnahme. Die Inbetriebnahme der neuen Erdkabelverbindung von Osburg nach Thalfang ist nach derzeitigem Stand im Herbst 2020 vorgesehen. Dem Baubeginn war ein umfangreiches Planungs- und Genehmigungsverfahren vorangegangen. Bei der Veranstaltung zum Bericht über den Baufortschritt ging Bernd Kirsch, zuständiger Projektleiter von Westnetz, auf die Besonderheiten bei der Planung und Umsetzung der Erdkabelverbindung ein. „Dieses Projekt ist das größte Erdkabelneubauprojekt, das bislang bei Westnetz umgesetzt wurde“, so Kirsch. „Neben der Länge sind gerade auch die geologischen Bedingungen in der Region eine besondere Herausforderung. Umso mehr freut es uns, dass die theoretische Planung und die Ergebnisse bei der praktischen Umsetzung so dicht beieinander liegen und das Kabelprojekt im Zeitplan liegt. Auch die Durchbohrung des Schönberger Höhenrückens konnte als wesentlicher Meilenstein der Bauarbeiten bereits gemeistert werden.“