Boppard/Buchholz,
18
September
2019
|
16:33
Europe/Amsterdam

Glasfaserkabel durch den Wald gelegt

Matthias Hübel, Projektverantwortlicher bei Westnetz (l.) und der Bauleiter der Firma Bressan, Benedigt Bressan (r.), auf der Baustelle im Buchholzer Wald.

  • Ungewöhnliches Baufahrzeug im Buchholzer Wald
  • Westnetz verlegt Glasfaserkabel für Highspeed Internet

Wer in den letzten Tagen im Bopparder Wald, zwischen „Am Kreuz“ und Buchholz spazieren ging, konnte womöglich den Einsatz eines ungewöhnlichen Baufahrzeuges beobachten. Um den Ortsbezirk Buchholz mit schnellem Internet versorgen zu können, ist schweres Gerät nötig. Westnetz verlegt hier im Auftrag der innogy TelNet Glasfaserkabel. Zum Einsatz kommt ein Fahrzeug, welches man sonst nicht alle Tage sieht - ein Föckersperger Pflug. Gemeinsam mit dem Bauleiter der Firma Bressan, Benedigt Bressan, war Matthias Hübel, Projektverantwortlicher bei Westnetz, vor Ort, um den Baufortschritt zu besprechen.

Das Verfahren

„Beim Einsatz mit einem Kabelpflug entfallen Vorarbeiten wie das Abtragen von Oberboden. Der Pflug selbst ist nur bedingt fahrbereit. Mit seinen acht Tonnen Gewicht wird er mit Hilfe einer Seilwinde von einem geländegängigen Zugfahrzeug, das mit einem Abstützschild versehen ist, gezogen“, erklärt Hübel. Geländeunebenheiten kann die Maschine ganz einfach, durch ein verstellbares Fahrwerk, ausgleichen. So ist es dem Pflug, dessen Bewegungen Spinnenähnlich sind, ohne Probleme möglich, Arbeiten im Wald oder Gefälle durchzuführen. Durch die Zugkraft der Seilwinde wird der Pflug in Bewegung gesetzt, das Pflugschwert verdrängt das Erdreich. Gleichzeitig werden über eine Kabeltrommel die Glasfaserleerrohe in den Graben verlegt. Mit dieser Verlegemethode ist es möglich, pro Tag mehr als 1000 Meter Kabel zu verlegen. Im Vergleich: Ein Bagger schafft pro Tag circa 150 Meter.

Highspeed Internet

Ende März 2020 sollen alle Adressen des kreisweiten NGA-Projektes (Next Generation Access) an das schnelle Datennetz angeschlossen sein. Der Ausbau erfolgt in der technisch modernsten Variante - „Fiber to the Home“, kurz FTTH - da die Glasfaserkabel bis ans Gebäude verlegt werden. Nach Fertigstellung stehen den Anwohnern dann Übertragungsraten von 300 Megabit und mehr zur Verfügung.