Harsewinkel,
08
März
2018
|
00:00
Europe/Amsterdam

Herzstück für das Breitbandnetz in Harsewinkel kommt per Jet

Stellten heute den Stand der Baumaßnahmen für das Breitbandnetz in Harsewinkel vor: v.l. Timo Schade und Markus Droste (beide innogy SE), Werner Ketteler und Andreas Siemens (beide Westnetz GmbH)

  • Glasfaserkabel werden derzeit eingeblasen
  • Rund 3,3 Millionen Euro Investition in den Ausbau

Die Arbeiten am Breitbandnetz in Harsewinkel gehen gut voran. In der vergangenen Woche wurde mit dem Einblasen der Glasfaserkabel begonnen. Die Tiefbauarbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Dafür legte die Westnetz GmbH, Verteilnetzbetreiber der innogy SE, rund 26 Kilometer Leerrohre und stellte 33 neue Multifunktionsgehäuse auf. Rund 3,3 Millionen Euro investiert innogy an dieser Stelle in den Ausbau des Breitbandnetzes.

Der Einzug der Glasfaserkabel erfolgt vom Verknüpfungspunkt des Glasfasernetzes im Zentrum von Harsewinkel zu den neu aufgestellten Multifunktionsgehäusen. Das Multifunktionsgehäuse verbindet das Glasfasernetz mit den Kupferleitungen, die vom Kabelverteilerschrank in die Häuser führen. Mit einem so genannten Cablejet-System werden die Glasfaserkabel in die Leerrohre „eingeblasen“. Dabei wird mit Hilfe eines Kompressors im Leerrohr ein starker Luftstrom erzeugt, der das Kabel vorwärts bewegt. Zusätzlich schiebt ein mechanischer Antrieb das Kabel weiter vor. Die Arbeiten führt die Firma Vitronet aus Essen im Auftrag der Westnetz aus.

Werner Ketteler, Netzplaner im Regionalzentrum Münster bei Westnetz, überzeugte sich vor Ort über den Baufortschritt und erklärte: „Mit dieser Technik können an einem Stück bis zu 4.000 Meter Glasfaserkabel mit einer Geschwindigkeit von rund 70 Metern pro Minute eingeblasen werden.“

Andreas Siemens, bei Westnetz verantwortlicher Projektplaner für Glasfaserprojekte im Regionalzentrum Münster, erklärt die weiteren Schritte: „Nachdem die Kabel in die Schächte und Multifunktionsgehäuse eingeblasen sind, erfolgt das Spleißen. So nennt man das Verbinden der Glasfaser-Enden in den Verbindungsmuffen und an den Endpunkten. Wenn diese Schritte geschafft sind, kann die Aktiv-Elektronik eingebaut und die Dienste aufgeschaltet werden.“ Westnetz rechnet damit, dass die Kunden Mitte des Jahres das Netz nutzen können. Bis zu 120 Mbit pro Sekunde werden dann für rund 6400 Adressen im Ausbaugebiet der Stadt möglich sein. Einen Verfügbarkeitscheck kann man auf https://www.innogy-highspeed.com/ durchführen.