Osnabrück,
28
August
2018
|
00:00
Europe/Amsterdam

Hubschrauber kontrolliert 30.000-Volt-Stromnetz im Osnabrücker Land

(v.l.) Regionalzentrumsleiter Dr. Holger Vogelsang, Netzmeister Michael Dörfler, Netzmonteur Hans-Joachim Krämer und Pilot Michael Stromberg vor dem Start

  • Mittelspannungsfreileitungen werden aus der Vogelperspektive geprüft
  • Erfahrenes Team fliegt dicht an den Leitungen entlang

Mit einem Hubschrauber kontrolliert in diesen Tagen Westnetz als zuständiger Verteilnetzbetreiber die 30.000-Volt-Freileitungen im Osnabrücker und Tecklenburger Land. Bei einer Flughöhe zwischen 15 und 20 Metern prüft Netzmeister Michael Dörfler mit seinem Team das rund 200 Kilometer lange Leitungsnetz. Michael Dörfler ist bei der Westnetz Experte für Freileitungen und erkennt sofort mögliche Fehler an Leiterseilen, Masten oder Isolatoren. Ebenso nimmt er den Trassenbewuchs sehr genau ins Visier.

Der fliegende Arbeitsplatz wird dazu von einem geschulten Piloten dicht entlang der Leitungen manövriert. „Wenn es die Umgebung zulässt fliegen wir bis zu vier Metern an die Leitungen heran“, erklärt Michael Dörfler. Mit dabei hat Dörfler das sorgfältig aufgearbeitete Kartenwerk der insgesamt 21 Trassen. Diese dienen als Grundlage für seine Inspektionsberichte, die er im Anschluss schreibt. „Auf dem Kartenwerk kennzeichne ich mir die Stellen, an denen mir etwas aufgefallen ist und informiere die Kollegen aus den zuständigen Netzbereichen. Die Kollegen kümmern sich dann gegebenenfalls um Reparatur- oder Baumschnittarbeiten.“

Westnetz kontrolliert das gesamte 30.000-Volt-Freitleitungsnetz regelmäßig im zweijährigen Turnus. Leiter des Regionalzentrums Dr. Holger Vogelsang erklärt: „Die Flüge sind ein wichtiger Teil unserer routinemäßigen Kontrollen. Durch den geschulten Blick entdecken wir schnell, wo etwas nicht in Ordnung ist und können bei Bedarf sofort gezielte Maßnahmen einleiten.“

Westnetz verantwortet am Standort Osnabrück mit insgesamt acht Betriebsstellen in der Region Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb von 18.700 Kilometern Strom- und 4.900 Kilometern Gasnetz in der Region. 450 Mitarbeiter sorgen mit hoher technischer Kompetenz für eine zuverlässige Versorgung.