Düren,
24
Juli
2021
|
17:39
Europe/Amsterdam

In immer mehr Häusern geht das Licht wieder an

  • Stromversorgung in einigen Gemeinden wieder hergestellt 
  • Im gesamten Hochwassergebiet finden Hausanschlussbegehungen statt 

Kontinuierlich arbeitet Westnetz daran, möglichst viele Haushalte komplett wieder mit Strom zu versorgen. Dabei meldet das Unternehmen weitere Erfolge. In Weilerswist, Mechernich und Zülpich sind die Häuser fast vollständig bis zu den Hausanschlusskästen mit Strom versorgt. Gleiches gilt für Erftstadt dort, wo die Häuser erreichbar sind. Auch in der Gemeinde Swisttal ist die Wiederversorgung weitgehend hergestellt. Angespannt ist die Situation allerdings noch in Morenhoven und Odendorf. Hier kommen temporär mehrere mobile Aggregate zum Einsatz, bis die Mittelspannungs-Leitungen und Stationen wieder in Betrieb genommen werden können. Auch in Meckenheim ist der Strom größtenteils wieder da.

„Wir kommen sehr gut voran und gehen davon aus, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Wochenende in weiteren Straßen und Orten die Stromversorgung wieder herstellen können“ sagt Christopher Jonas, Leiter Notfallstab Westnetz.

Wenn die 10.000 Volt Mittelspannungsanlagen wieder betriebsbereit sind, kann es sein, dass auch dann für einzelne Häuser und Wohnungen noch nicht das Licht angeht. Aktuell überprüft Westnetz in jedem Haus die Anschlusskästen auf deren Funktionsfähigkeit. Erst danach kann der Strom sicher wieder eingeschaltet werden. Falls die nachgelagerte Hausinstallation nicht funktionsfähig sein sollte, muss sie durch einen privat beauftragten Elektroinstallateur überprüft und instandgesetzt werden.

Hintergrund:
Ein Stromnetz kann man sich wie ein Straßennetz vorstellen mit Autobahnen, Bundesstraßen und Landstraßen. Das Stromnetz teilt sich genauso auf: in das Hochspannungsnetz mit 110 Kilovolt, das Mittelspannungsnetz mit zehn Kilovolt und das Niederspannungsnetz mit 400 Volt. Die unterschiedlichen Netze bedienen verschiedene Abnehmer: Hochspannung für größere Orte und energieintensive Unternehmen, Mittelspannung für kleinere Orte und Unternehmen, Niederspannung für einzelne Haushalte und Geschäfte. Wegen der unterschiedlichen Spannungen braucht es Umspannanlagen, die die Verbindung zwischen den einzelnen Spannungsebenen herstellen – ein wenig wie Autobahnkreuze.

Die von dem Unwetter betroffenen Umspannanlagen sind mittlerweile überprüft und fast vollständig wieder in Betrieb. Das sind die Autobahnabfahrten, die erlauben auf die Bundesstraßen zu fahren. Bei den Bundesstraßen – das sind die Mittelspannungsleitungen mit den Ortsnetzstationen – sowie den Kreuzungen und Abfahrten auf die Gemeindestraßen, den weit verzweigten Niederspannungsleitungen, ist insgesamt ebenfalls bereits ein großer Teil wieder hergestellt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz arbeiten gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern aktuell daran, auch in besonders betroffenen Straßen die Energieversorgung schnellstmöglich wieder aufzubauen.

Über die aktuelle Situation berichtet der Verteilnetzbetreiber auch auf Twitter:
https://twitter.com/WestnetzGmbH

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