Neuenkirchen,
08
August
2018
|
16:39
Europe/Amsterdam

Knotenpunkt der regionalen Energieversorgung geht ans Netz

  • Umspannanlage Maxhafen sorgt für sichere Energieversorgung in Neuenkirchen und Wettringen
  • Westnetz investiert fünf Millionen Euro in den Neubau
  • Bürger sind zur Besichtigung eingeladen

Vertreter von innogy und Westnetz nahmen heute gemeinsam mit Bürgermeistern und kommunalen Vertretern der Gemeinde Wettringen und Neuenkirchen die neue 110.000-/30.000-/10.000-Volt-Umspannanlage in Maxhafen offiziell in Betrieb. In den letzten Monaten ist an der Wettringer Straße in Neuenkirchen auf einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern ein zentraler Knotenpunkt der regionalen Energieversorgung entstanden. Rund fünf Millionen Euro hat Westnetz, die Verteilnetztocher der innogy, in den Bau der Anlage investiert.

„Es freut mich sehr heute die moderne 110.000-Volt-Doppelstichanlage in Betrieb nehmen zu können“, sagt Dagmar Hallfarth, Leiterin des Westnetz-Regionalzentrums Ems-Vechte. „Die Anlage erhöht die Versorgungsqualität und stärkt die örtlichen Stromnetze. Hier wird die Energie aus dem Hochspannungsnetz auf kleinere Spannungsebenen umgewandelt und in die örtlichen Netze verteilt. In umgekehrter Reihenfolge bieten die neuen Transformatoren ausreichend Leistungsreserven, um den hier in der Region erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien, wie Windkraft-, oder auch Photovoltaikanlagen, in die regionalen Verteilnetze und das Hochspannungsnetz einzuspeisen.“

(v.l.) Thomas Marx (Westnetz), Martin Diekmann (Westnetz), Bürgermeister Franz Möllering, Bürgermeister Berthold Bültgerds, Dagmar Hallfarth (Westnetz), Rolf Berlemann (innogy), Monika Schürmann (innogy), Reinhold Hans (Westnetz), Frank Beushausen (Westnetz) nehmen gemeinsam die neue Umspannanlage offiziell in Betrieb.

Zuständiger Projektleiter Martin Diekmann erklärt: „Über 40 Mitarbeiter haben in den letzten 44 Wochen in der Umspannanlage gearbeitet und rund 23 Tonnen Stahl verbaut. Es freut uns sehr die Anlage innerhalb der geplanten Zeit fertiggestellt zu haben.“ Das Herzstück der Umspannanlage bilden zwei Transformatoren mit einer Leistung von 40 und 20 Megavoltampere. In einem neuen Schaltgebäude ist die 30.000-Volt- und 10.000-Volt-Doppelsammelschiene untergebracht. Von hier aus erfolgt die Verteilung des Stroms in die einzelnen Ortsteile. „Mit einer intelligenten Schutz- und Steuerungstechnik ausgestattet, können wir die Umspannanlage von unserer Netzleitstelle in Osnabrück und Arnsberg rund um die Uhr ferngesteuert überwachen“, sagt Diekmann. „So können die Kollegen in der Netzleitstelle jederzeit die Auslastung der Umspannanlage prüfen und gegebenenfalls eingreifen.“

Wettringer Bürgermeister Berthold Bültgerds ist beeindruckt von der modernen Technik und bedankt sich bei der Westnetz für die gute Zusammenarbeit: „Mit der Investition verbessert Westnetz nachhaltig und zukunftsorientiert die Stromversorgung in der Region. Haushaltskunden und Gewerbebetriebe profitieren von einem leistungsstarken Stromnetz.“

Interessierte Bürger sind eingeladen, am Mittwoch, den 22. August um 16 Uhr die Umspannanlage zu besichtigen. Die Führung wird maximal eine Stunde dauern. Anmeldungen werden per Mail unter meltem.beutler@westnetz.de entgegen genommen. Das Mindestalter für Teilnehmer ist 16 Jahre. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Westnetz modernisiert regelmäßig die örtlichen Strom-, Gas, und Wassernetze. In der Region Ems-Vechte verantwortet Westnetz mit insgesamt acht Betriebsstellen Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb von 12.400 Kilometern Strom-, 2.500 Kilometern Gas- und 170 Kilometern Wassernetz. Mitarbeiter am Standort in Bad Bentheim und Metelen sind vorwiegend für das Strom-, Gas- und Wassernetz in Teilen der Kreise Steinfurt, Borken, in der Grafschaft und im Landkreis Emsland zuständig. Insgesamt 130 Mitarbeiter sorgen in der Region Ems-Vechte für eine zuverlässige Versorgung.