Meisenheim,
14
Juli
2020
|
13:09
Europe/Amsterdam

Lernen mit Gigabit: Glasfaserausbau für Schulen

Jan Finteis (rechts), Netzplaner bei Westnetz, und Auszubildender Benjamin Wolf (links) verschaffen sich einen Überblick über die Baustelle in Meisenheim.

  • Highspeed für Meisenheims Schulen
  • Dank Spülbohrung umweltschonend zu Spitzengeschwindigkeiten

Die Anbindung von Schulen an Glasfasernetze hat im gesamten Breitbandausbau eine besonders hohe Priorität. Neben der Förderung durch den Bund haben die Länder eigene Initiativen gegründet, um ihre Lehr- und Lerneinrichtungen ans Netz zu bekommen. In diesem Zug erhalten nun auch die Grund- und Realschule sowie das Gymnasium der Stadt Meisenheim Zugang zu schneller Breitbandversorgung und sind damit gerüstet für die digitale Zukunft. Hierbei wurde das zeitsparende und effektive Spülbohrverfahren genutzt.

Hinter der Horizontalspülbohrtechnik verbirgt sich augenscheinlich nur ein kleines Gerät mit einem metallenen Bohrgestänge, das so ähnlich aussieht, wie ein Bagger. Doch der Effekt ist groß. Zuerst wird die Bohrung mittels Ortungssystem zielgenau durchgeführt. „Hier wird zunächst mit einem dünneren Gestänge vorgebohrt. Der Bohrer versinkt immer tiefer im schlammigen Erdreich und bohrt sich bis zu 150 Meter zu seinem Ziel“, erklärt Jan Finteis, Netzplaner bei Westnetz. Der Spülbohrfahrer wird von einem Kollegen dabei unterstützt, der mit dem Ortungsgerät den Verlauf und die Tiefe der Bohrung genaustens überwacht. Nach der Bohrung bekommt der Bohrkopf einen neuen Aufsatz, an dem das einzuziehende Leerrohr befestigt wird. Zusammen mit den Eisenstangen wird dann das Leerrohr wieder zurück zur Maschine gezogen.

„Die Verlegung von Rohren bringt normalerweise einen großen Aufwand mit sich. Durch das Spülbohrverfahren wird der Aufwand reduziert und die Oberfläche muss nicht komplett aufgerissen werden“, erklärt Finteis die Vorteile der Spülbohrung. Durch die Anbindung an das Glasfasernetz wird modernes E-Learning in der Schule möglich und erlaubt die effiziente und zukunftsfähige Organisation von schulischen Arbeits- und Lernprozessen. Die digitale Mediennutzung über eine hohe Datenübertragungsrate wird so in den Schulen ermöglicht.