Düren,
25
Juli
2021
|
16:02
Europe/Amsterdam

Mehr und mehr Menschen wieder mit Strom versorgt

  • Arbeiten zur Wiederversorgung laufen in Bad Münstereifel und Euskirchen auf Hochtouren 
  • Besonders in Rheinbach und Erftstadt entspannte sich die Lage am Samstag 

Westnetz kann weitere Fortschritte vermelden. Immer mehr Menschen in den betroffenen Gebieten werden wieder mit Strom versorgt. Am Samstag gingen die Arbeiten in Bad Münstereifel und Euskirchen sehr gut voran. Zahlreiche Hausanschlüsse konnten inspiziert, gereinigt und wieder mit Strom versorgt werden. Die Arbeiten laufen selbstverständlich auch am Sonntag weiter auf Hochtouren. Die größten Fortschritte konnten am Samstag im Gebiet der Stadt Rheinbach gemacht werden. Hier wurde die Versorgung durch die Westnetz-Fachleute zu großen Teilen wieder gesichert. „Damit aber auch tatsächlich Strom fließt, ist weiterhin die Initiative der Hausbesitzer in Kooperation mit den örtlichen Elektroinstallateuren gefragt“ sagt Christopher Jonas, Leiter Notfallstab Westnetz.

Denn: Selbst, wenn die 10.000 Volt Mittelspannungsanlagen wieder betriebsbereit sind, kann es sein, dass auch dann für einzelne Häuser und Wohnungen noch nicht das Licht angeht. Aktuell überprüft Westnetz in jedem Haus die Anschlusskästen auf deren Funktionsfähigkeit. Erst danach kann der Strom sicher wieder eingeschaltet werden. Falls die nachgelagerte Hausinstallation nicht funktionsfähig sein sollte, muss sie durch einen privat beauftragten Elektroinstallateur überprüft und instandgesetzt werden.

In Weilerswist, Mechernich und Zülpich sind die Häuser bereits seit einigen Tagen fast vollständig bis zu den Hausanschlusskästen mit Strom versorgt. Das gilt jetzt auch für Swisttal. Gerade in den Ortsteilen Morenhoven und Odendorf, in denen zuletzt zahlreiche Bürger nicht versorgt werden konnten, hat sich die Lage mittlerweile weiter verbessert. Hier kommen temporär mehrere mobile Aggregate zum Einsatz, bis die Mittelspannungs-Leitungen und Stationen wieder in Betrieb genommen werden können.

In der Gemeinde Meckenheim ist die Wiederversorgung mittlerweile in einigen Ortsteilen größtenteils wieder hergestellt. In den Ortsteilen Altendorf und Ersdorf laufen die Arbeiten weiter. Fast vollständig wieder versorgt sind die Hausanschlusskästen in Erftstadt - zumindest dort, wo die Häuser erreichbar und das Betreten erlaubt ist. Auch in Erfstadt-Blessem konnten mittlerweile alle Anschlüsse, die nicht in der gesperrten Zone liegen, kontrolliert, gereinigt, repariert und wieder mit Strom versorgt werden.

Über die aktuelle Situation berichtet der Verteilnetzbetreiber auch auf Twitter:
https://twitter.com/WestnetzGmbH

 

Hintergrund:
Ein Stromnetz kann man sich wie ein Straßennetz vorstellen mit Autobahnen, Bundesstraßen und Landstraßen. Das Stromnetz teilt sich genauso auf: in das Hochspannungsnetz mit 110 Kilovolt, das Mittelspannungsnetz mit zehn Kilovolt und das Niederspannungsnetz mit 400 Volt. Die unterschiedlichen Netze bedienen verschiedene Abnehmer: Hochspannung für größere Orte und energieintensive Unternehmen, Mittelspannung für kleinere Orte und Unternehmen, Niederspannung für einzelne Haushalte und Geschäfte. Wegen der unterschiedlichen Spannungen braucht es Umspannanlagen, die die Verbindung zwischen den einzelnen Spannungsebenen herstellen – ein wenig wie Autobahnkreuze.

Die von dem Unwetter betroffenen Umspannanlagen sind mittlerweile überprüft und fast vollständig wieder in Betrieb. Das sind die Autobahnabfahrten, die erlauben auf die Bundesstraßen zu fahren. Bei den Bundesstraßen – das sind die Mittelspannungsleitungen mit den Ortsnetzstationen – sowie den Kreuzungen und Abfahrten auf die Gemeindestraßen, den weit verzweigten Niederspannungsleitungen, ist insgesamt ebenfalls bereits ein großer Teil wieder hergestellt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz arbeiten gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern aktuell daran, auch in besonders betroffenen Straßen die Energieversorgung schnellstmöglich wieder aufzubauen.

Bei Fragen zu den Medien: +49-201-12-23925