Nordwalde,
09
Mai
2018
|
00:00
Europe/Amsterdam

Millimeterarbeit für die Versorgungssicherheit

Nordwalde von links: Michael Halbach (Siemens), Marius Stiller (Projektleiter von Westnetz) und Klaus-Peter Bokel (Anlagenverantwortlicher bei Westnetz) vor dem neuen Trafo an der neuen Umspannanlage.

  • Transformatoren für die Umspannanlage Nordwalde eingetroffen
  • Wichtige Schlüsselfunktion für die Stromversorgung der Gemeinde

Derzeit baut die Westnetz GmbH im Auftrag der innogy SE eine neue Umspannanlage „An den Bahngleisen 26“ in Nordwalde. In dieser Anlage wird demnächst die Spannung von 30.000 Volt mit zwei Transformatoren auf die Spannungsebene von 10.000 Volt gebracht, die anschließend in den Ort weiter geleitet und verteilt wird. Die Bauarbeiten gehen planmäßig voran. Gestern und heute wurden die beiden Herzstücke der Anlage, die Transformatoren, zur Baustelle geliefert und auf ihre Fundamente gesetzt. Einer der beiden Schwergewichte kommt aus dem Westnetz Transformatorenlager im Sauerland, der andere wurde von der Firma Siemens im italienischen Trento extra für die Anlage in Nordwalde neu gebaut.

Die rund drei Meter breiten, vier Meter hohen und fünf Meter langen Schwergewichte bringen jeweils 40 Tonnen auf die Waage. Die Kosten eines solchen Transformators liegen bei 350.000 Euro. Mit Muskelkraft werden sie in Millimeterarbeit Stück für Stück auf ihre Fundamente gesetzt.

„Das ist Präzisionsarbeit für alle Beteiligten. Dem Bau einer solchen Anlage geht eine lange Planung voraus. Schon vor rund zwei Jahren haben wir die Trafos beauftragt. Schön, dass sie jetzt gut an Ort und Stelle angekommen sind. Alles hat reibungslos geklappt“, sagt Westnetz-Projektleiter Marius Stiller.

Hintergrund: Eine Umspannanlage ist Teil des Stromnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Denn die elektrische Energie wird auf ihrem Weg vom Kraftwerk, wo sie erzeugt wird, zum Endverbraucher auf mehreren Spannungsebenen transportiert, um eine möglichst verlustarme Übertragung zu erreichen. Die Umspannanalage in Nordwalde transformiert die elektrische Energie beispielsweise von 30.000 Volt auf 10.000 Volt. Für den einzelnen Verbraucher werden diese 10.000 Volt dann in Ortsnetzstationen auf 400 Volt umgespannt.