Hennweiler,
03
September
2019
|
16:33
Europe/Amsterdam

Mit viel Druckluft durch die Erde bis zum Hausanschluss

Da ist Fingerspitzengefühl gefragt. Nils Jung (links) und Benjamin Rauth (rechts), Monteure bei Westnetz im Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück, beim Herstellen des Glasfaserhausanschlusses in Hennweiler.

  • Wie die Glasfasern bis ins Haus kommen
  • Glasfaserhausanschluss in Hennweiler fertig gestellt

Gemeinsam mit seinem Kollegen Nils Jung geht Benjamin Rauth die einzelnen Schritte des Einblasens der Glasfaserkabel noch einmal durch. Beide sind Spezialisten bei Westnetz im Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück, haben jede Menge Ehrgeiz und sind immer darauf erpicht, dass die Hausanschlüsse perfekt sind. So auch auf der Baustelle in Hennweiler. Beim Aufbau der Geräte sind beide Monteure völlig konzentriert. Dann starten sie den großen Kompressor und Rauth bewegt behutsam den Hebel am Einblasgerät. Langsam strömt Pressluft in das Kunststoffröhrchen, gleichzeitig verschwindet Zentimeter für Zentimeter ein Glasfaserkabel in dem sieben Millimeter kleinen Loch. Erst ganz langsam, dann mit immer mehr Tempo bis zum Hausanschluss.

„Ich habe das Einblasen von Glasfaserkabeln auf zahlreichen Baustellen schon vorgenommen. Dennoch fasziniert mich immer wieder, wie die haardünnen, an sich so bruchempfindlichen Lichtleiter in der Erde verschwinden und am Abschlusspunkt wieder heraus kommen“, berichtet Rauth auf der Baustelle in Hennweiler. Dieser sogenannte Abschlusspunkt Linientechnik (APL) befindet sich in der Regel im Keller des Gebäudes oder im Hausanschlussraum. In unmittelbarer Nähe zum APL wird die aktive Systemtechnik installiert. Der ONT (Optical Network Termination) ist ein Wandler, der Lichtimpulse in elektrische Signale umwandelt. Der Router wird dann an einer LAN-Buchse am ONT angeschlossen. Die Internet- und Telefon-Verbindungen zu den Endgeräten können dann wahlweise per Kabel oder mittel lokalen Funknetzen (WLAN) hergestellt werden.