Düren,
14
September
2021
|
14:42
Europe/Amsterdam

Nach Hochwasser im westlichen Rheinland: Keine Notstromaggregate mehr im Einsatz

  • Neue 20.000 Volt-Ortsnetzstation beim Klärwerk Bad Münstereifel errichtet.
  • Letztes verbliebenes Notstromaggregat vom Netz genommen. 

 
Vor acht Wochen beschädigte und zerstörte das Hochwasser im westlichen Rheinland große Teile der Stromnetze. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verteilnetzbetreibers Westnetz arbeiten seitdem mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Netze und bereiten die systematische Instandsetzung vor. 

Dort, wo im ersten Schritt keine Reparatur und Umschaltungen im Netz möglich waren, setzte Westnetz zahlreiche Notstromaggregate ein und sicherte so die Stromversorgung vor Ort. So auch beim Klärwerk “Wald” in Bad Münstereifel. Hier war über den gesamten Zeitraum ein solches Aggregat im Einsatz.

Eindringendes Hochwasser hatte in der Ortsnetzstation einen Kurzschluss verursacht, wobei die Anlage zerstört wurde. Mit dem Einbau einer neuen 20.000-Volt-Schaltstation konnte das letzte noch verbliebene Aggregat der Westnetz im westlichen Rheinland abgeschaltet werden.

Netzbetriebsmeister Jerónimo Sanches Pais aus Euskirchen erklärt dazu: “Ortsnetzstationen werden zur Energieübertragung benötigt, denn der darin aufgestellte Transformator wandelt die Mittelspannung von 20.000 bzw. 10.000 Volt in Niederspannung 400/230 Volt um. Von dort gelangt der Strom über die kleineren grauen Kabelverteilerschränke bis hin zu den einzelnen Hausanschlüssen. Ihr unauffälliges Äußeres ist übrigens nur Tarnung: Denn auch in den Kabelverteilerschränken steckt eine Menge wichtiger Technik, ohne die die störungsfreie Stromversorgung gar nicht möglich wäre.”