Mettmann,
05
Oktober
2021
|
15:45
Europe/Amsterdam

Netzgesellschaft Mettmann und Westnetz bauen Stromnetz in Mettmann kontinuierlich aus

• Regenerative Stromerzeugungsanlagen werden ins Netz eingebunden 
• Westnetz verlegt Freileitungen in die Erde
 

Das Stromnetz in Mettmann wird kontinuierlich ausgebaut und erneuert. Insbesondere für den steigenden Anteil von erneuerbaren Energien macht die Strom-Netzgesellschaft Mettmann Leitungen und Betriebsmittel fit für die Zukunft. Kürzlich hat sie eine neue Ortsnetzstation in Niederschwarzbach in Betrieb genommen, um die erzeugte Leistung einer großen nahegelegenen Photovoltaikanlage anzuschließen und zu verteilen.

Frithjof Gerstner, Geschäftsführer der Netzgesellschaft Mettmann, erklärte: „Die neue Station ermöglicht mehr Einspeisung von regenerativen Energien in das Stromnetz von Mettmann. Hier verdoppelte sich seit 2013 die Anzahl der Solaranlagen. Waren es vor acht Jahren noch etwa 200 Anlagen mit rund 2.700 Kilowatt Leistung, so sind es 2020 rund 400 Anlagen, die eine gesamte Leistung von knapp 5.800 Kilowatt erzeugen.”

Zusammen speisen sie rund vier Millionen Kilowattstunden Strom ins Netz ein, Tendenz steigend, wie die Einbindung der Anlage in Niederschwarzbach und weitere geplante Anlagen in Obschwarzbach zeigen.

Die Photovoltaikanlage in Niederschwarzbach alleine macht fünf Prozent der solaren Einspeiseleistung von Mettmann aus. Mit ihrer Einspeiseleistung könnte sie beispielsweise, bei voller Auslastung, das Wohngebiet an der Schlesienstraße in Obschwarzbach vollständig mit Strom versorgen.

Verteilnetzbetreiber Westnetz plant und baut für die Netzgesellschaft Mettmann das örtliche Stromnetz aus. „Nach der Inbetriebnahme der Ortsnetzstation demontieren wir im nächsten Schritt die Freileitungen, da wir im Zuge des Umbaus auch 700 Meter Mittelspannungskabel und 600 Meter Niederspannungskabel in die Erde verlegt haben“, sagte Lutz Anke, der für die Netzplanung bei Westnetz zuständig ist. Er ergänzte: „Der Austausch von Freileitungen durch Erdkabel erhöht auch die Versorgungssicherheit, denn Erdkabel sind nicht so störanfällig gegen extreme Witterungseinflüsse wie Freileitungen“.

Hintergrund:
Für den einzelnen Verbraucher wird die Spannung in Ortsnetzstationen von Mittelspannung mit 10.000 Volt auf Niederspannung mit 400/230 Volt transformiert. Von hier wird der Strom weiter zu den Häusern transportiert.