Velen,
12
Februar
2021
|
11:04
Europe/Amsterdam

Neubau der Umspannanlage kurz vor der Fertigstellung

  • 30.000 Volt Schaltanlage wird geliefert
  • Modernste Technik für zukunftsfähige Stromversorgung
  • Inbetriebnahme für April 2021 geplant 

Die Arbeiten der Westnetz für die neue Umspannanlage gehen gut voran. An der Nordvelener Straße entsteht ein wichtiger Knotenpunkt im Stromnetz, um den regenerativ erzeugten Strom aus der Region in das Netz einzuspeisen. Heute wird das letzte Bauteil geliefert, bevor die Kabel angeschlossen werden können: die 30.000 Volt Schaltanlage, welche zum Ein- und Ausschalten der Kabel und Transformatoren, sowie der Steuerung und Überwachung der Umspannanlage dient.

Ein Autokran hebt die 7.000 Kilogramm schwere Schaltanlage heute in einzelnen Bauteilen vom LKW an ihren Einsatzort. Die Schaltfelder werden dann per Muskelkraft durch die Zugangstür des Gebäudes an ihren endgültigen Standort im neuen Schaltanlagenraum geschoben und dort endmontiert. Neben der neuen Schaltanlage befindet sich in dem Technikgebäude die Sekundärtechnik sowie weitere technische Ausrüstung, um die moderne Steuerung und Überwachung der Anlage zu ermöglichen.

„Wenn alles weiter so reibungslos klappt, kann die neue Umspannanlage im April an das Stromnetz angeschlossen werden. Zuvor finden noch einige Probeschaltungen statt. In einer Art Generalprobe testen wir gemeinsam mit der Netzleitstelle in Arnsberg, ob die Kommunikation zwischen Netzleitstelle und Umspannanlage reibungslos und selbsttätig funktioniert. Sobald die Anlage ans Netz geht, wird diese von Arnsberg aus rund um die Uhr ferngesteuert und fernüberwacht“, erklärt Westnetz-Projektleiter Egbert Petermann.

Hintergrund: Eine Umspannanlage ist Teil des Stromnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Denn die elektrische Energie wird auf ihrem Weg von der Erzeugung zum Endverbraucher auf mehreren Spannungsebenen transportiert, um eine möglichst verlustarme Übertragung zu erreichen. Die neue Umspannanalage in Nordvelen transformiert die elektrische Energie von 110.000 auf 30.000 Volt. Netzbetreiber sind gemäß dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) zudem verpflichtet, die von dezentralen EEG-Eigenerzeugungsanlagen produzierte Energie jederzeit in die Versorgungsnetze aufzunehmen. Dies führt an belastungsschwachen Tagen (z.B. an Wochenenden) dazu, dass sich die Energieflussrichtung umkehrt und die von großen Windparks erzeugte Energie insbesondere über die 110.000 Volt-Ebene in andere Regionen (z.B. ins Ruhrgebiet) transportiert wird.