Velen,
12
Februar
2020
|
12:23
Europe/Amsterdam

Neue Kabelverbindung für zukunftsfähige Stromversorgung in Velen

Seit heute im Westnetz-Regionalzentrum Münster im Einsatz für die Netzdokumentation: Mobile Mapping

  • Westnetz legt Erdkabel für die neue Umspannanlage in Nordvelen
  • erstmals ein Kamerafahrzeug für die Dokumentation im Einsatz
  • 3,3 Millionen Investition

Die Arbeiten der Westnetz für die neue Umspannanlage in Nordvelen gehen gut voran. Wie berichtet entsteht dort ein wichtiger Knotenpunkt im Stromnetz, um den regenerativ erzeugten Strom aus der Region in das Netz einzuspeisen.

Notwendig wird daher auch die Anbindung an die bestehende Umspannanlage am Diekswall. Für diese zehn Kilometer lange Strecke werden neue Erdkabel gelegt. Je zwei 30.000 Volt Kabelsysteme und ein 10.000 Volt Kabelsystem werden in die Erde gelegt. Derzeit findet die Feinabstimmung für den Trassenverlauf statt.

Um eine gute Dokumentation der gesamten Trasse zu bekommen, nutzt Westnetz bei diesem Projekt erstmalig das so genannten Mobile Mapping. Ein Opel Astra ist mit einer Kamera ausgestattet und wird die geplante Trasse abfahren, um die Strecke digital zu erfassen. Das Fahrzeug wird in den kommenden Tagen in den Außenbereichen von Velen zu sehen sein und nimmt den Verlauf der Trasse vor und nach dem Bau der neuen Leitung auf. Das ist hilfreich und zeitsparend, denn bisher mussten die Westnetz-Mitarbeiter die Strecken deutlich umständlicher dokumentieren. Das Mobile Mapping liefert Fotos und weitere wichtige Informationen über die Strecke automatisch beim Befahren.

Wolfgang Lakebrink aus dem Planungsteam der Westnetz in Münster erklärt: „Mit dieser neuen Technik sind wir jetzt noch schneller und detaillierter in unserer Dokumentation. Die Fotos liefern neben dem optischen Zustand der Umgebung wichtige Geodaten. Unter anderem können wir in den Fotos Entfernungen messen. Das Verfahren wenden wir in der gesamten Westnetz hier zum ersten Mal an. Wichtig zu wissen: Personen und Autokennzeichen werden selbstverständlich unkenntlich gemacht. Die gespeicherten Daten sind nur für unsere Mitarbeiter einsehbar und werden nicht veröffentlicht.“

Mit dem Bau der neuen Leitung soll im März dieses Jahres begonnen werden. Westnetz investiert für die neuen Leitungen rund 3,3 Millionen Euro.