Nordwalde,
27
Oktober
2020
|
13:24
Europe/Amsterdam

Neue Leitungen für zukunftsfähiges Stromnetz

Querschnitt durch ein Erdkabelsystem, wie es jetzt in Nordwalde gelegt wird.

  • Westnetz investiert rund 180.000 Euro in das Nordwalder Stromnetz
  • Bauarbeiten starten in den nächsten Tagen und dauern wenige Wochen
  • Erd- statt Freileitungen: Strommaste werden zurückgebaut

Der Verteilnetzbetreiber Westnetz modernisiert das Stromnetz in Nordwalde. Im Bereich nördlich der Feldstraße (Fuß- und Radweg vom Heidestein Richtung Norden) hin zum Scheddebrock (Höhe Haus-Nr. 16) werden die Mittel- und Niederspannungsleitungen erneuert. Damit schreitet auch der Rückbau der Freileitungen in der Region weiter voran. Mehr als ein Dutzend große Mittelspannungsmasten und über 30 Niederspannungsmasten werden von den Äckern und Straßenrändern verschwinden.

Die dafür notwendigen Tiefbauarbeiten werden ackerseitig neben dem Radweg durchgeführt. Die Radwege bleiben von den Bauarbeiten unberührt. Für die Kabelgräben verwendet das Tiefbauunternehmen eine Fräse. Das ist nicht nur besonders schonend für den nebenliegenden Asphalt, sondern erhöht auch die Geschwindigkeit bei den Arbeiten deutlich. Diese werden – sollte es nicht zu witterungsbedingten Unterbrechungen kommen müssen – voraussichtlich bereits etwa Mitte bis Ende November abgeschlossen.

Um die größtmögliche Sicherheit für die Arbeiter und die Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, ist eine Sperrung der Radwege während der Bauarbeiten unumgänglich. Westnetz bittet dafür um Verständnis. Die unmittelbar von den Baumaßnahmen betroffenen Anwohner sind bereits persönlich über die Auswirkungen informiert worden.

Außer der Freileitung verschwindet auch eine Gittermaststation und eine begehbare Transformatorenstation aus der Landschaft. Beide werden ausgetauscht gegen zwei unscheinbare kompakte Ortsnetzstationen.

Westnetz investiert rund 180.000 Euro in diese Netzverstärkung und -modernisierung und damit in die Versorgungssicherheit der Region. Im Vergleich zu Freileitungen sind die Erdleitungen weniger anfällig für Störungen – besonders bei Wind und Sturm. Mit den neuen Verbindungen wird das Unternehmen zudem dem regionalen Zubau von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energie gerecht. Nach Fertigstellung ist die Einspeisung von regenerativ erzeugter Energie aus der Region zukunftsfähig ausgelegt.

Die Arbeiten führt die Hülsmann Tief- und Kulturbau GmbH aus Nordwalde aus. Geplant wurden die neuen Versorgungsleitungen an den Westnetz-Betriebsstandorten in Billerbeck und Steinfurt, die beide zum Gebiet des Westnetz-Regionalzentrums in Münster gehören. Das gesamte Regionalzentrum Münster ist verantwortlich für Planung und Errichtung, Betrieb und Instandhaltung von Strom-, Gas-, Wasser- und Breitbandnetzen in vielen Kommunen des Münsterlandes und von Ostwestfalen-Lippe. Von hier werden über 16.000 Kilometer Stromleitungen in der Mittel- und Niederspannung und fast 4.000 Kilometer Gasleitungen betrieben. Über 60.000 Gasanschlüsse und über 140.000 Stromanschlüsse profitieren von den Netzen. So sorgen die Westnetz-Mitarbeiter in der Region für eine zuverlässige Energieversorgung.