Emsdetten,
14
Mai
2020
|
12:22
Europe/Amsterdam

Neues Kabel für die Stromversorgung von Emsdetten

Querschnitt durch eines der sechs Kabel, die heute geprüft wurden. Es hat einen Durchmesser von 8,5 Zentimetern. Ein Meter davon wiegt rund elf Kilogramm.

  • Verbesserung der Versorgungssicherheit
  • Hochspannungsprüfung vor Inbetriebnahme
  • 3,5 Millionen Euro Investition

Die Westnetz GmbH erneuert derzeit die Hochspannungsverbindung zwischen Emsdetten und der Hauptfreileitung Roxel-Rheine. Hier befindet sich momentan eine Freileitung. Diese wird in Kürze durch Erdkabel ersetzt. Die Leitungen führen eine Spannung von 110.000 Volt und leiten den Strom zum Umspannwerk Emsdetten, wo er in eine Spannung von 30.000 und 10.000 Volt umgewandelt wird.

Die Baumaßnahmen sind schon weit vorangeschritten. Die neuen Kabel wurden in den vergangenen Monaten in die Erde gelegt und die Verbindung zum Abzweigmast ist fertig. Die neue Kabelstrecke ist 1150 Meter lang. Zwei Kabelsysteme bestehend aus je drei Einzelkabeln werden demnächst anstelle der Freileitung den Strom nach Emsdetten bringen.

Heute ist ein besonderer Tag für Westnetz-Projektleiter Bernd Igelbüscher, denn es steht die Hochspannungsprüfung der neuen Kabel an. Bevor die Kabel in Betrieb gehen können, müssen sie genau geprüft werden. „Eine Hochspannungsprüfung vor der Inbetriebnahme ist wichtig und notwendig. Wir können nur vor Ort testen, ob das fertig montierte Kabel die 110.000 Volt hält und somit seine Aufgabe aufnehmen kann,“ erklärt Igelbüscher.

Westnetz-Projektleiter Bernd Igelbüscher begleitet in der Umspannanlage Emsdetten die Hochspannungsprüfung der neuen Erdkabelverbindung.

Für den Kabelcheck ist ein 40 Tonnen schwerer Hochspannungsprüftrailer vor Ort, welcher die Prüfspannung von 160.000 Volt erzeugt und an das Kabel anlegt. Innerhalb des Trailers befindet sich die Messeinrichtung, mit der die Mitarbeiter des Prüfinstitutes Kinectrics prüfen, ob das Kabel richtig montiert ist und der Prüfspannung standhält. „Die Kabel haben heute die Prüfung bestanden – ich kann sie nun an den Anlagenverantwortlichen übergeben“, freut sich Igelbüscher.

Da eine Kabelverbindung weniger störanfällig ist als eine Freileitung, wird durch diese Maßnahme die Versorgungssicherheit für Emsdetten erhöht. Zudem kann die neue Kabelverbindung eine höhere Leistung übertragen als die Freileitung. Wenn alles weiter reibungslos verläuft, wird das neue Kabel im Juni vollumfänglich in Betrieb gehen. Im Anschluss kann die Freileitung demontiert werden und die drei 27 Meter hohen Masten werden bald aus dem Landschaftsbild verschwunden sein. Die Baumaßnahme kostet 3,5 Millionen Euro. Die Stromversorgung ist selbstverständlich auch während der Arbeiten gesichert.