Rheindiebach,
25
November
2021
|
09:22
Europe/Amsterdam

Neues Mittelspannungs-Erdkabel in Oberdiebach Ortsteil Rheindiebach

  • Sicherung und Optimierung der Stromversorgung für den Ortsteil Rheindiebach
  • 1,5 Kilometer langes Mittelspannungs-Kabel wird ausgetauscht. 

Der Verteilnetzbetreiber Westnetz tauschte ein Kabel in Rheindiebach gegen ein neues Mittelspannungs-Erdkabel (MS-Kabel). Die Gesamtlänge des neuen Erdkabels beträgt 1,5 Kilometer. Die Maßnahme ist ein wichtiger Teil zur Steigerung der Leistungsfähigkeit des Stromleitungsnetzes. Damit auch weiterhin eine zuverlässige Stromversorgung gesichert werden kann.

Ausgetauscht wurde die Strecke zwischen zwei Ortsnetzstationen der Westnetz und der Kundenstation Kläranlage der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe. Zusätzlich zu dem neuen Kabel wurde auch ein Leerrohr mit verlegt, um später Glasfaser einbringen zu können. So können die Ortsnetzstationen bei Bedarf an das Kommunikationsnetz angeschlossen werden. Die Durchführungs- und Genehmigungsplanung wurde von dem Ingenieurbüro Berres begleitet. Die späteren Tiefbauleistungen hat die Firma Spie ausgeführt. Bei dem Großteil der Strecke wurde mit dem Spülbohrverfahren gearbeitet. Das letzte Teilstück des Kabels wurde in offener Bauweise verlegt.

Hinter der Spülbohrtechnik verbirgt sich augenscheinlich nur ein kleines Gerät mit einem metallenen Bohrgestänge, das so ähnlich aussieht, wie ein Bagger. Doch der Effekt ist groß. Zuerst wird die Pilotbohrung mittels Ortungssystem zielgenau durchgeführt. Zunächst wird mit einem dünneren Gestänge vorgebohrt. Der Bohrer versinkt immer tiefer im schlammigen Erdreich und bohrt sich bis zu seinem Ziel. Der Spülbohrfahrer wird von seinem Kollegen dabei unterstützt, denn dieser überwacht mit dem Ortungsgerät den Verlauf und die Tiefe der Bohrung. Nach der Pilotbohrung erhält der Bohrer einen neuen, dickeren Aufsatz, um das Bohrloch auszuweiten. Hinter dem Bohrer wird bereits ein Kabelschutzrohr befestigt. Die Maschine bohrt sich nun erneut durch die Erde und zieht gleichzeitig das Rohr hinter sich her, in das später das MS-Kabel sowie das Leerrohr für die Glasfaser eingezogen werden. Die Bohrung verläuft hier entlang der Rheingoldstraße bis zum angrenzenden Radweg an der Mainzer Straße. Die Verlegung von Rohren bringt normalerweise einen großen Aufwand mit sich. Durch das Spülbohrverfahren ist eine schnelle Verlegung mit minimaler Beeinträchtigung der Umwelt und Einwohner gewährleistet.