Düren,
15
Juli
2021
|
20:01
Europe/Amsterdam

Nord-Eifel: Unwetter Bernd - Westnetz arbeitet mit Hochdruck an der Wiederversorgung

  • Eifel, der linksrheinische Rhein-Sieg-Kreis und Teile des Bergischen Landes weiterhin ohne Strom
  • Verteilnetzbetreiber im Krisenmodus und mit allen Kräften im Einsatz

Die Überflutungen großer Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sorgen weiterhin für Ausfälle in der Stromversorgung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz arbeiten seit gestern Abend mit Hochdruck an der Wiederversorgung. Dies kann jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Wo Anlagen nach ablaufendem Wasser wieder betreten werden können, sind vor einer Zuschaltung Vorbereitungen nötig. Die Anlagen müssen auf Schäden kontrolliert, die technischen Betriebsmittel gereinigt oder auch getrocknet und auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Wo nötig, müssen Anlagenteile repariert oder ersetzt werden. Diese Vorbereitungen sind zwingend für eine zuverlässige Wiederversorgung und Voraussetzung für sicheres Arbeiten in elektrischen Anlagen. Zudem müssen Feuerwehren ihre Freigabe zur Zuschaltung erteilen, wenn beispielsweise erst noch Keller leergepumpt werden müssen.

Daher kann es auch nach Ablaufen des Wassers dauern, bis der Strom wieder zugeschaltet werden kann. Die Westnetz hat alle Aggregate im Einsatz. Der Verteilnetzbetreiber ist in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden, mit örtlichen Krisenstäben und den Behörden. Die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat höchste Priorität.

Von der dramatischen Wetterlage sind aktuell zusätzlich die Städte Erftstadt und Euskirchen und die Gemeinde Weilerswist betroffen. Die Umspannanlage Lechenich in Erftstadt ist aktuell in Teilen spannungslos. Weiterhin ist die Umspannlage in Weilerswist-Vernich teils überflutet und kann weiterhin nicht betreten werden, die Anlage ist derzeit spannungslos.

In den Umspannanlagen in Rheinbach, Witterschlick (Gemeinde Alfter) und Gehn (Stadt Mechernich) sind Techniker vor Ort und prüfen, ob eine Wiederversorgung durch Umschaltungen im Netz wieder möglich ist.

Eine dramatische Lage besteht weiterhin durch die Überflutung in der Umspannlage Binsfeldhammer in Stolberg-Vicht (Städteregion Aachen). Dort ist die Stromversorgung weiter unterbrochen und der Zutritt ist nicht möglich Die Stromversorgung durch die Anlage kann am heutigen Abend nicht vollständig wiederhergestellt werden.


Hintergrund

Die aktuelle Wetterlage mit Starkregen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sorgt seit gestern Abend überregional für Ausfälle in der Stromversorgung. Der Starkregen hat den Pegel von Flüssen extrem ansteigen lassen und den Boden aufgeweicht, so dass es zu Überflutungen kam. Betroffen sind davon auch Anlagen zur Stromversorgung des Verteilnetzbetreibers Westnetz. Dazu gehören Ortsnetzstationen und Umspannanlagen. Aus Sicherheitsgründen müssen diese Anlagen bei eindringendem Wasser abgeschaltet werden. Dies führt zu einer Unterbrechung der Stromversorgung. Wenn Umspannanlagen ausfallen, kann es zu großflächigen und länger andauernden Störungen kommen.

Westnetz ist mit allen verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dauereinsatz, um die Anlagen zu überprüfen und wenn möglich die Versorgung über andere Leitungen aufzubauen. Dabei erschweren überflutete Straßen zum Teil die Erreichbarkeit der Anlagen. Der regionale Notfallstab wurde verstärkt.

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