Düren,
16
Juli
2021
|
15:55
Europe/Amsterdam

Nordeifel - Westnetz weiter im Dauereinsatz

  • Reinigung und Prüfung der elektrischen Anlagen im vollen Gange
  • Viele Ortsnetzstationen wegen Hochwasser noch nicht einsatzbereit
  • Innenstadt von Rheinbach hat wieder Strom

Westnetz ist weiter mit Hochdruck damit beschäftigt die technischen Anlagen zu sichten, zu reinigen und auf Zuschaltung zu prüfen. „Auch wenn einzelne Umspannanlagen wieder am Netz sind, kann die Stromversorgung der Bürgerinnen und Bürger noch nicht überall funktionieren, weil die nachgelagerten Ortsnetzstationen größtenteils unter Wasser stehen und nicht zugänglich sind. Dort wo es technisch möglich ist, arbeiten wir an der Wiederversorgung“, sagt Christopher Jonas von Westnetz.

Von der dramatischen Lage sind aktuell noch viele Orte in der Eifel und dem westlichen Rheinland betroffen. Große Teile von Euskirchen, Weilerswist, Mechernich und Erftstadt sind noch spannungslos. Gute Nachrichten: Die Rheinbacher Innenstadt, Teile von Merzbach und Neukirchen sind seit dem Vormittag wieder mit Strom versorgt.

In der Umspannanlage in Mechernich-Gehn brummen die beiden Transformatoren wieder und auch die Station Kierdorf ist im Einsatz. In den Anlagen Binsfeldhammer (Stolberg-Vicht) und Alfter-Witterschlick sind Technikerinnen und Techniker der Westnetz vor Ort und prüfen, ob eine Wiederversorgung durch Umschaltungen im Netz möglich ist. Die Anlage in Weilerswist-Vernich ist wieder begehbar und wird ebenfalls auf Wiederinbetriebnahme der Stromversorgung geprüft.

Die Westnetz hat alle Notstromaggregate im Einsatz. Der Verteilnetzbetreiber ist in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden, mit örtlichen Krisenstäben und den Behörden. Die Sicherheit aller Beteiligten und der Westnetz Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hat hohe Priorität.

Hintergrund

Die durch Starkregen verursachte Hochwasser-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sorgt seit Mittwoch überregional für Ausfälle in der Stromversorgung. Der Starkregen hat den Pegel von Flüssen extrem ansteigen lassen und den Boden aufgeweicht, so dass es zu Überflutungen kam. Betroffen sind davon auch Anlagen zur Stromversorgung des Verteilnetzbetreibers Westnetz. Dazu gehören Ortsnetzstationen und Umspannanlagen. Wenn Umspannanlagen ausfallen, kann es zu großflächigen und länger andauernden Störungen kommen. Wo Anlagen nach ablaufendem Wasser wieder betreten werden können, sind vor einer Zuschaltung Vorbereitungen nötig. Die Anlagen müssen auf Schäden kontrolliert, die technischen Betriebsmittel gereinigt oder auch getrocknet und auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Wo nötig, müssen Anlagenteile repariert oder ersetzt werden. Diese Vorbereitungen sind zwingend für eine zuverlässige Wiederversorgung und Voraussetzung für sicheres Arbeiten in elektrischen Anlagen. Zudem müssen Feuerwehren ihre Freigabe zur Zuschaltung erteilen, wenn beispielsweise erst noch Keller leergepumpt werden müssen. Daher kann es auch nach Ablaufen des Wassers dauern, bis der Strom wieder zugeschaltet werden kann. 

Westnetz ist mit allen verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dauereinsatz, um die Anlagen zu überprüfen und wenn möglich die Versorgung über andere Leitungen aufzubauen. Dabei erschweren überflutete Straßen zum Teil die Erreichbarkeit der Anlagen.

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