Nordvelen,
27
August
2020
|
16:00
Europe/Amsterdam

Transformator wiegt 90 Tonnen

Projektleiter Egbert Petermann prüft die richtige Position des neuen Transformators

  • Westnetz baut eine neue Umspannanlage in Velen
  • Leistungsfähiger Transformator wird eingebaut
  • Rund 5,2 Millionen Euro investiert Westnetz in das Velener Netz

Die Westnetz GmbH baut eine neue 110.000-/30.000-Volt-Umspannanlage an der Nordvelener Straße in Velen. Rund 5,2 Millionen Euro investiert das Unternehmen derzeit in das Velener Netz. Etwa 3,3 Millionen davon kostet die neue Umspannanlage. Sie wird für die Energieversorgung in der Region ein wichtiger Knotenpunkt sein.

Die Aufgabe des neuen 90 Tonnen schweren Transformators ist es, den Strom zwischen den Spannungsebenen 30.000 Volt und 110.000 Volt umzuwandeln. Heute wurde er zu seinem Einsatzort gebracht. Spezialtieflader transportierten ihn in der Nacht zur Umspannanlage an der Nordvelener Straße. In Millimeterarbeit und mit Muskelkraft ziehen Mitarbeiter des Partnerunternehmens Colonia ihn auf sein Fundament. Der rund 10,5 Meter lange, 3,8 Meter breite und 4,3 Meter hohe Transformator wird hier für die nächsten Jahrzehnte seine wichtige Aufgabe im Netz übernehmen

Der Transformator ist das Herzstück der neuen Umspannanlage“, sagt Egbert Petermann, Projektleiter bei der Westnetz. „Zukünftig haben wir damit ausreichend Leistungsreserven, um den hier in der Region erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien in die regionalen Verteilnetze und das Hochspannungsnetz einzuspeisen. Auch auf zukünftigen Netzausbau haben wir uns bereits vorbereitet. Wir haben direkt einen zweiten Transformatorplatz für diese neue Umspannanlage eingeplant.

Der Transformator hat eine Leistung von 80 Megavoltampere und kostet etwa 800.000 Euro.

Hintergrund: Eine Umspannanlage ist Teil des Stromnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Denn die elektrische Energie wird auf ihrem Weg von der Erzeugung zum Endverbraucher auf mehreren Spannungsebenen transportiert, um eine möglichst verlustarme Übertragung zu erreichen. Die neue Umspannanalage in Nordvelen transformiert die elektrische Energie von 110.000 auf 30.000 Volt. Netzbetreiber sind gemäß dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) zudem verpflichtet, die von dezentralen EEG-Eigenerzeugungsanlagen produzierte Energie jederzeit in die Versorgungsnetze aufzunehmen. Dies führt an belastungsschwachen Tagen (z.B. an Wochenenden) dazu, dass sich die Energieflussrichtung umkehrt und die von großen Windparks erzeugte Energie insbesondere über die 110.000 Volt-Ebene in andere Regionen (z.B. ins Ruhrgebiet) transportiert wird.

 

Der 110kV/30kV-Transformator steht an Ort und Stelle