Bingen,
09
Juni
2021
|
13:32
Europe/Amsterdam

Schwergewicht schwebt auf seinen Platz

Das neue PoP-Gebäude schwebt auf seinen Platz „Am Ockenheimer Graben“ in Bingen-Kempten.

  • Spezialkran stellt neues PoP-Gebäude in Bingen
  • Meilenstein im Breitbandausbau des Landkreis Mainz-Bingen

 

Schnelles Internet ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je: Im Zuge des laufenden Breitband-Ausbaus hat Westenergie Breitband ein neues PoP-Gebäude (Point of Presence) errichten lassen. Nach 120 Kilometern ist das bei der Betonbau GmbH in Waghäusel hergestellte Beton-Fertigteilgebäude auf dem Schwerlasttransporter eingetroffen. Ein 150-Tonnen-Spezialkran setzte das etwa 30 Tonnen schwere Bauwerke auf den dafür vorgesehenen Standort in Bingen. Heiko Jäger, Projektleiter bei Westnetz, koordinierte die Maßnahme vor Ort.

„Ein PoP ist einfach gesprochen der Hauptknotenpunkt des Netzes - von hier aus werden die Glasfaserverteilerschränke in den Ortsgemeinden versorgt. In der Station können alle Glasfaserhausanschlüsse der Stadt Bingen mit ihren Stadtteilen und potentiell alle umliegenden Ortsgemeinden aktiviert werden“, so Jäger. Die Positionierung des PoP-Gebäudes war eine eindrucksvolle Angelegenheit. Auch einige Passanten blieben neugierig stehen, um sich das Spektakel anzusehen. Das PoP-Gebäude mit einer Grundfläche von drei mal sechs Meter macht die voranschreitende Digitalisierung im ländlichen Raum nach außen sichtbar. Dieser übergeordnete PoP ist an den Backbone, die sogenannte Hauptleitung oder Rückgrat des Netzwerks, angeschlossen. Dieses Bauwerk ist mit Klimatisierung und einer unterbrechungsfreien Stromversorgung ausgestattet. In einem solchem PoP-Gebäude sind mehrere Schränke mit Aktivtechnik und Fasermanagement untergebracht. Insgesamt können zirka 12.000 Privatkunden und zirka 2.000 Geschäftskunden aufgeschaltet und mit einem eigenen Signal versorgt werden.

Die Lieferung des PoP-Gebäudes bedarf einer umfangreichen Planung. „Aufgrund der Größe und des Gewichts muss die Fahrtstrecke mit Querung von Brücken von den zuständigen Behörden genehmigt werden“, sagt Jäger. „Ein solcher Schwerlasttransport bringt ein Gewicht von mehreren Tonnen auf die Straße.“ In den nächsten Wochen folgt die technische Ausstattung und Anbindung des neuen Gebäudes.