Idar-Oberstein,
15
Oktober
2018
|
16:19
Europe/Amsterdam

Spannende und explosive Einblicke

Jonas Gravius, Auszubildender im zweiten Lehrjahr im Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück, darf bei der Brandschutzübung den Umgang mit einem Feuerlöscher testen.

  • Sicherheitstage bei Westnetz in Idar-Oberstein
  • Auszubildende erlernten Umgang mit Feuerlöscher

„Sicherheitstage mal ganz anders! Es war richtig spannend und abwechslungsreich“, sagte Julia Müller, Auszubildende bei Westnetz im dritten Lehrjahr, nach der ersten Einheit der diesjährigen Veranstaltung. Anfang letzter Woche hatten die Organisatoren der Jugend- und Auszubildendenvertretung Anke Scherer, Cornelius Zwetsch und Lars Schell zum Termin gebeten. Dabei legten sie großen Wert darauf, schwierige und eher theoretische Themen für die Azubis unterhaltsam aufzubereiten und die Teilnehmer mitzunehmen.

Insgesamt 42 gewerblich-technische und kaufmännische Auszubildende des Regionalzentrums Rhein-Nahe-Hunsrück sowie vier Azubis der Ausbildungskooperation mit der SPIE SAG nahmen an den beiden Sicherheitstagen teil. Michael Stein, Sicherheitsfachkraft und Ausbildungsleiter am Standort Simmern startete am ersten Tag mit einem kurzen Vortrag zur persönlichen Schutzausrüstung (kurz: PSA). „Wann trage ich PSA?“, „Auf was muss ich achten?“, „Wann muss ich einen Helm aufziehen?“ oder „Wo kann ich alles Wichtige zur PSA nachlesen?“, waren nur einige der Fragen, die Stein beantworten konnte.

Danach durften die Azubis selbst anpacken. Eingeteilt in zwei Gruppen verbrachte die eine Gruppe den Vormittag an der Feuerwache 2 in Tiefenstein. Hier erfuhren sie alle Details zum Thema Brandschutz, durften einmal selbst zum Feuerlöscher greifen und bekamen live gezeigt, was passiert wenn Feuer und Staub aufeinander treffen.

Nach der Pause ging es für die Gruppen auch gleich weiter. Es wurde getauscht - somit befasste sich die Gruppe die den Vormittag bei der Feuerwehr verbrachte, am Nachmittag mit dem Spiel „Safety Academy. No Risk. Have Fun.“ - hier hieß es Fragen beantworten und Punkte sammeln. Bei dem Spiel geht es darum, die Unterweisungen von Mitarbeitern in den Themengebieten „Sicherheit auf Dienstreisen“, „Sicherheit in Büro und Verwaltung“ und „Notfallmanagement“ zu unterstützen und zu ergänzen. Es bietet jede Menge Spaß und Aktion. In Teams eingeteilt muss jedes Team zuerst einen Teamleiter ernennen. Dieser wird durch eine gelbe Warnweste kenntlich gemacht. Danach geht es los: Es wird reihum gewürfelt, ein Themenfeld ausgesucht und dann hat das Team 30 Sekunden lang Zeit, um die Frage zu beantworten. Die Antwort darf aber nur vom Teamleiter gegeben werden. Ist die Antwort richtig, erhält das Team vom Spielleiter einen Punkt für die Spielkarte. Die Spieldauer beträgt 60 Minuten. Am Ende gewinnt das Team mit den meisten Punkten.

Auch am zweiten Tag wurde den jungen Leuten jede Menge Programm geboten. Michael Stein startete nochmals mit allgemeinen Themen zur Arbeitssicherheit. Danach ging es mit einer Persönlichkeitsschulung der ver.di weiter. Die Hauptthemen hier waren Mut, sicheres Auftreten und Ängste überwinden. Dabei wurde es auch „sauer“: Zwei Auszubildende mussten sich überwinden und in eine Zitrone beißen. Nach der Mittagspause konstruierte die Konzernsicherheit einen Hacker-Angriff und zeigte den Auszubildenden, was dabei genau passiert und wie man einen solchen Angriff vermeiden kann. Fragen wie „Was sind sichere Passwörter“ oder „Was muss ich bei Spam-Mails beachten“, waren weitere Themen. Im Anschluss gab es bei der Diskussionsrunde die Möglichkeit für Fragen oder Feedback.

„Zwei rundum gelungene Tage, die hoffentlich Arbeitssicherheit für unsere Azubis zur Selbstverständlichkeit werden lässt“, freute sich Scherer mit ihren Orga-Kollegen am Ende der Veranstaltung.