Trier,
17
Februar
2021
|
11:32
Europe/Amsterdam

Storchennest bei Morbach: Westnetz sichert Stromleitung

Inzwischen wohnt nur noch das männliche Trier im Storchennest auf dem Strommast von Westnetz. (Fotos: David Kryszons/Westnetz) 

Es ist ein majestätischer Anblick, der Menschen fasziniert verharren lässt: Ein Storch überwintert auf einem Strommast des Verteilnetzbetreibers Westnetz bei Morbach-Weiperath. Allerdings war der Großvogel auf der Futtersuche bereits zweimal unbeabsichtigt mit einer Stromleitung von Westnetz zusammengestoßen. Deswegen haben Monteure jetzt das für das Tier gefährliche Anlagenteil modernisiert.

Nach dem Abbau der freiliegenden Leitung mit fünf Drähten verbauten die Dienstleister von Westnetz ein rund 300 Meter langes isoliertes Freileitungsstück. Die Kosten der Modernisierung über circa 4.500 Euro übernimmt Westnetz für den Vogelschutz. „Die umgebaute Leitung ist für den Storch nun absolut ungefährlich und zudem bei schlechtem Wetter viel besser zu sehen. Doch selbst wenn das Tier noch einmal in Kontakt mit der Leitung kommen sollte, wird es nicht zu Schaden kommen“, erklärt Rüdiger Junghanns, Netzbetriebsmeister von Westnetz im Netzbereich Bernkastel-Wittlich.

Der Storch war dabei in den letzten Monaten auch Anwohnern in Morbach-Bischofsdhron wie Melanie Hölzle besonders ans Herz gewachsen, die sich um das Tier im Winter gekümmert haben. „Leider fand der Storch im tiefen Schnee nicht mehr genügend Futter, weswegen man ihn bettelnd auf einem Parkplatz gesehen hat.“ Deswegen hielt die engagierte Vogelfreundin Rücksprache mit Naturschutzvereinen und dem Storchenzentrum und hatte das Tier kurzerhand selbst mit der lebenswichtigen Nahrung versorgt.

Der Storch war dabei ursprünglich sogar ein Teil einer ganzen Vogelfamilie. Bereits letzten Mai hatte sich ein Storchenpaar ausgerechnet auf dem Strommast von Westnetz niedergelassen und sogar zwei Jungtiere zur Welt gebracht. Zuvor hatte der Verteilnetzbetreiber auch den Strommast mit dem Storchennest umgebaut und für die Triere sicher gemacht. Jedoch ist das Muttertier inzwischen zusammen mit dem Nachwuchs in den Süden aufgebrochen. Nur der männliche Storch blieb vor Ort aus unbekannten Gründen zurück.