Bad Kreuznach,
07
August
2019
|
15:02
Europe/Amsterdam

StreetScooter flitzt durch Bad Kreuznach

(v.l.n.r.) Christoph Nath, Geschäftsführer Kreuznacher Stadtwerke, Helmut Kreis, verantwortlich für den Fuhrpark der Unternehmensgruppe Kreuznacher Stadtwerke, Stefan Thomas, verantwortlich für den Fuhrpark bei Westnetz, sowie Eva Wagner, Leiterin des Regionalzentrums Rhein-Nahe-Hunsrück bei Westnetz, bei der Fahrzeugübergabe.

  • Stadtwerke sind e-mobil unterwegs und testen den StreetScooter der Westnetz

Die Kreuznacher Stadtwerke erweitern ihre E-Mobilität-Erfahrung und sind ab sofort auch mit einem StreetScooter „e-mobil“ unterwegs: Vier Wochen lang kann das E-Nutzfahrzeug zeigen was es kann.

Westnetz testet im Regionalzentrum (RZ) Rhein-Nahe-Hunsrück den elektrisch angetriebenen Transporter von StreetScooter bereits seit Mai 2018. Das E-Mobil ist im Versorgungsgebiet für Arbeiten rund um die Instandhaltung und den Ausbau des Verteilnetzes unterwegs. Aus dieser praktischen Erfahrung heraus darf sich der Netzbetrieb über eine garantierte Reichweite von 100 Kilometern freuen. „Wir wollen unseren Fuhrpark sukzessive umstellen und auch andere dazu ermuntern, das ebenfalls zu tun“, freut sich Eva Wagner, Leiterin des Regionalzentrums Rhein-Nahe-Hunsrück der Westnetz.

Stadtwerke-Geschäftsführer Christoph Nath, sowie Helmut Kreis, verantwortlich für den Fuhrpark der Unternehmensgruppe Kreuznacher Stadtwerke, waren bei der Übergabe dabei – als Stefan Thomas, verantwortlich für den Fuhrpark bei Westnetz, und RZ-Leiterin Wagner den StreetScooter an die Stadtwerke übergaben. „Dieser Praxis-Test zeigt die enge Zusammenarbeit zwischen den Kreuznacher Stadtwerken und Westnetz. Wir müssen das praktisch ausprobieren und freuen uns über diese Möglichkeit.“, betonte Nath. Sein Unternehmen verstehe sich als Partner der Kommunen und lebe dies in vielen solchen praktischen Beispielen.

„Wir haben in unserem Fuhrpark bereits 36 Erdgas-Fahrzeuge und drei Elektrofahrzeuge. Nun testen wir den StreetScooter, ob dieser ein weiterer Baustein sein könnte“, sagt Kreis.

Der innogy-Verteilnetzbetreiber Westnetz fördert die E-Mobilität mit dem Ausbau der Infrastruktur sowie mit eigenen E-Fahrzeugen und Produkten. Der Energieversorger stellt in diesem Rahmen auch Organisationen E-Nutzfahrzeuge zu Testzwecken zur Verfügung – wie jetzt den Kreuznacher Stadtwerken. Das übergebene Modell ist die kleinste Version der StreetScooter-Reihe: Bei einer garantierten Mindestreichweite von 100 Kilometern, erreicht es Geschwindigkeiten von 94 km/h und kann eine Gesamtzuladung von 740 Kilogramm transportieren.

Die Partnerschaft umfasst neben dem Erwerb von 300 StreetScootern durch Westnetz bis 2022 auch die Entwicklung eines neuen Fahrzeugs, abgestimmt auf die Anforderungen im Verteilnetz. Im vergangenen Jahr hatten die Monteure der Westnetz, die den StreetScooter im Netzbetrieb nutzen, ihre Erfahrungen mit der Praxistauglichkeit des E-Fahrzeugs zusammengetragen. Neben Lob für den Einsatz von Elektromobilität auch im Netzbetrieb gab es konkrete Wünsche für Ergänzungen, um das Fahrzeug betriebstauglich für alle Regionen zu machen. „Funktionen wie Beifahrer-Airbag, Dachgepäckträger und schnelleres Laden sind nun ebenso vorhanden wie die verkürzte Reaktionszeit der Rückfahrkamera, mehr Staufächer im Innenraum und hochwertigere Türen,“ erläutert Thomas.

Hergestellt wird der Transporter von der StreetScooter GmbH aus Aachen, einem Tochterunternehmen von Deutsche Post DHL. Diese nutzt aktuell bereits über 5.500 StreetScooter für die Brief- und Paketzustellung.