Kirn,
31
Oktober
2018
|
14:27
Europe/Amsterdam

Strommast schwebt durch die Lüfte

Alexander Posininsky (2.v.l.), Monteur bei Westnetz im Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück, und die Monteure des Partnerunternehmens SPIE SAG, heben das zweite Teil des neuen Kabelaufführungsmasten an Ort und Stelle.

  • Westnetz stellt neuen Kabelaufführungsmast
  • Sicherung und Optimierung der Stromversorgung

Morgens acht Uhr auf einem Schotterweg in der Nähe des Campingplatzes Papiermühle bei Kirn. Alexander Posininsky, Monteur bei Westnetz im Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück, stimmt sich auf der Baustelle mit den Kollegen des Partnerunternehmens SPIE SAG ab. Heute soll ein neuer Kabelaufführungsmast gestellt werden. Der Mast dient als Übergabepunkt für das neu verlegte Mittelspannungserdkabel und der bestehenden Freileitung. Für Posininsky und die Monteure des Partnerunternehmens kein Problem.

„Das ist Routine. Ein paar Handgriffe und schon kann das erste Teil durch die Luft zu seinem neuen Bestimmungsort schweben,“ sagt Posininsky. Trotzdem ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, wenn der obere Schuss (Schuss bedeutet Mastteil) auf den unteren Schuss gehoben und mit Schrauben befestigt wird. Der untere Mastteil wurde bereits vor fünf Wochen in ein Betonfundament gesetzt und musste bis jetzt trocknen. Kurze Zeit später kann die Traverse montiert werden. „Das 700 Meter lange Erdkabel kommt von der Umspannanlage Kirn-Sulzbach und wird hier auf den Mast geführt, um anschließend über die Freileitung weiter in Richtung Heimweiler den Strom zu transportieren,“ erklärt der Westnetz-Monteur.

Das Verkabeln und Stellen des neuen Strommastes ist Teil des Netzkonzeptes von Westnetz und ist erforderlich, um langfristig auch weiterhin eine sichere regionale Stromversorgung gewährleisten zu können. Die bestehende Freileitung in Richtung der Umspannanlage Kirn-Sulzbach wird inklusive der vier Gittermasten und des einen Holzmastes demontiert. „Mit dieser Maßnahme machen wir das Netz fit für die Zukunft. Der Austausch von Freileitungen durch Erdkabel erhöht zudem die Versorgungssicherheit, denn Erdkabel sind nicht so störanfällig gegen Witterungseinflüsse wie Freileitungen,“ berichtet Posininsky.

Am Ende des Tages sind alle zufrieden: Der neue Mast steht, die alte Freileitung kann in den kommenden Tagen demontiert werden und das neue Mittelspannungserdkabel kann in Betrieb gehen. Während der laufenden Bauarbeiten versorgten zwei Stromaggregate die Haushalte, sodass keinerlei Ausfallzeiten für Kunden entstanden.