Monzingen,
10
September
2021
|
11:40
Europe/Amsterdam

Strommasten verschwinden aus der Landschaft

  • Westnetz verlegt neues Stromkabel in die Erde
  • Kein Mast stört mehr das Landschaftsbild

Ob Autofahrer, Spaziergänger oder Radfahrer – der eine oder andere wird sich gefragt haben, was das schwere Gerät in den letzten Wochen zu bedeuten hat? Der Verteilnetz­betreiber Westnetz ist mit dem Umbau der Stromversorgungsleitungen zwischen Langenthal und Monzingen sowie zwischen Auen und Monzingen beschäftigt. Die Modernisierungsmaßnahme nähert sich langsam dem Ende und bald stört kein Mast mehr das künftige Landschaftsbild.

Ein Teil der Mittelspannungsleitungen, die von der Umspannanlage in Monzingen ausgehen, steht zur Erneuerung an. Statt neue Masten aufzustellen, verlegt Westnetz die 20-Kilovolt-Versorgungsleitung für die Abschnitte Monzingen nach Langenthal und Monzingen nach Auen in die Erde. Die Tiefbau­maßnahmen sind größtenteils abgeschlossen und die Stromversorgung ist zum Teil über das neue Kabel gewährleistet. Nun werden gemeinsam mit Partnerfirmen aus der Region die Stahlgitter- und Holzmasten der Mittelspannungsleitungen von Langenthal sowie Auen bis zur Umspannanlage in Monzingen zurückgebaut. Hierbei ist schweres Gerät im Einsatz, um im streckenweise bewaldeten und hügligen Gelände effizient und umweltschonend voranzukommen.

Das Verkabeln der 20-Kilovolt-Freileitungen ist Teil des Netzkonzeptes von Westnetz, um langfristig auch weiterhin eine sichere regionale Stromversorgung gewährleisten zu können. Die bestehenden Freileitun­gen werden einschließlich der 21 Holzmasten und 20 Gittermasten sowie einem Betonmast demontiert. „Mit dieser Maßnahme machen wir das Netz fit für die Zukunft. Der Austausch von Freileitungen durch Erdkabel erhöht zudem die Versorgungssicherheit, denn Erdkabel sind weniger störanfällig gegen Witterungseinflüsse als Freileitungen“, berichtet Jan Finteis, Projektleiter bei Westnetz. Bei der Verlegung der neuen Mittelspannungskabel wurde streckenweise zusätzlich ein Leerrohr mitverlegt. Damit wird perspektivisch die Nutzung für Glasfaserkabel und somit eine Anbindung an schnelles Internet möglich.