Marl,
17
September
2021
|
13:46
Europe/Amsterdam

Stromnetzüberprüfung im Vorbeifahren

  • Westnetz testet „Power Survey“-Verfahren aus den USA. 
  • Auffälliges Fahrzeug in Marl unterwegs. 

Ab Sonntagabend ist ein auffälliges Fahrzeug mit niederländischem Kennzeichen im Marler Stadtgebiet unterwegs. Der Ford Ranger ist am Fahrzeugheck mit einer speziellen Messsonde ausgestattet, die das Stromnetz auf Kabelfehler im Vorbeifahren überprüfen kann. Westnetz testet gemeinsam mit dem amerikanischen Unternehmen Osmose das sogenannte “Power Survey” Verfahren. Das in den USA entwickelte und patentierte Verfahren ist dort schon seit Jahren erfolgreich im Einsatz. Ein großer Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass die erforderlichen Messungen ohne jeglichen Eingriff in die örtliche Stromversorgung durchgeführt werden können. Für die Messungen müssen weder Verbraucher abgeschaltet noch zeitaufwendige Umschaltungen durch den Verteilnetzbetreiber vorgenommen werden. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass Kabelfehler so rechtzeitig erkannt werden, dass eine Reparatur möglich ist, bevor eine Störung auftritt. Somit ist der Verteilnetzbetreiber in der Lage, Instandhaltungsmaßnahmen im Versorgungsnetz zu planen.

Das Fahrzeug beginnt die Kontrollfahrten am Sonntag, 19. September, im Stadtteil Alt-Marl und ist bis 24. September jeweils abends und nachts zwischen 21 und 5 Uhr im Marler Stadtgebiet unterwegs. „Da wir auch die Straßenbeleuchtungskabel überprüfen, ist es erforderlich, dass wir bei Dunkelheit fahren, damit die Leitungen auch in Betrieb sind“, sagt Coco Geluk, geschäftsführender Direktor bei Osmose Europe.

“Als Verteilnetzbetreiber müssen wir unsere Netze regelmäßig überprüfen, mögliche Beschädigungen ausfindig machen und eine Instandsetzung, im Idealfall bevor es zu einer Versorgungsunterbrechung kommt, einleiten. Das ist bei unseren unterirdisch verlegten Kabeln eine große Herausforderung. Wir versprechen uns von dem innovativen “Power Survey” Verfahren eine effizientere Kontrolle und schnellere Instandsetzung unserer Verteilnetze”, sagt Jens Freisenhausen, Leiter des Westnetz Regionalzentrums Östliches Ruhrgebiet mit Sitz in Recklinghausen.