Bad Kreuznach/Idar-Oberstein/Simmern,
11
Februar
2020
|
17:03
Europe/Amsterdam

Westnetz zieht im Netzgebiet Rhein-Nahe-Hunsrück Bilanz nach Sturm Sabine

  • Stromversorgung am Dienstag wieder im Normalzustand
  • 40 Monteure vom Westnetz-Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück und Partnerfirmen im Einsatz

Nachdem sich Orkantief „Sabine“ abgeschwächt hat, zieht Westnetz, Verteilnetzbetreiber von innogy, eine erste Bilanz: Die Auswirkungen des Sturms im Versorgungsgebiet von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz waren vielfach nicht so stark, wie im Vorfeld befürchtet. Zunächst führte Orkan „Sabine“ ab Sonntagmittag zu zahlreichen Stromausfällen im Westnetz-Gebiet. Ursache waren in den meisten Fällen entwurzelte Bäume und abgebrochene Äste, die die Stromleitungen beschädigten. Die Schwerpunkte der Störungen lagen auch im weiteren Verlauf insbesondere in Rheinland-Pfalz, im westlichen Rheinland und im Siegerland.

Im Netzgebiet des Westnetz-Regionalzentrums Rhein-Nahe-Hunsrück kam es in einigen Ortschaften aus den Landkreisen Rhein-Hunsrück-Kreis, Bad Kreuznach, Mainz-Bingen und Alzey-Worms zu Stromausfällen. „Wir reagieren bei Sturmankündigungen sofort und verstärken auf Basis der Wetterwarnhinweise vorausschauend die Bereitschaft von Mitarbeitern, die auch am Wochenende zur Verfügung stehen. So sind wir gut vorbereitet und können bei Versorgungsunterbrechungen eine schnellstmögliche Wiederversorgung gewährleisten“, sagte Eva Wagner, Leiterin des Regionalzentrums Rhein-Nahe-Hunsrück in Idar-Oberstein.

Etwa 15.000 Menschen waren am Sonntag und Montag im Netzgebiet Rhein-Nahe-Hunsrück durch das Sturmtief von Versorgungsunterbrechungen betroffen. Störungen gab es in der Mittelspannung als auch in der Niederspannung. „Die meisten Einwohner konnten wir durch Umschaltungen recht schnell wieder versorgen. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, alle Schäden zu reparieren“, ergänzte Wagner. In der Nacht zum Dienstag beruhigte sich die Lage dann. Am Dienstagmorgen meldete die Westnetz einen weitgehend normalen Betrieb.

Die Reparatur der Schäden wird noch einige Tage in Anspruch nehmen, da die Westnetz-Monteure einige Leitungen zunächst nur provisorisch wieder in Betrieb nehmen konnten. Rund 40 Monteure vom Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück sowie Partnerfirmen sind seit Sonntagmittag im Einsatz.

„Wir haben uns gut auf den Orkan vorbereitet und die Besetzung beispielsweise in den Leitstellen mehr als verdoppelt. Alle Beteiligten haben vollen Einsatz gezeigt und hervorragende Arbeit geleistet. Besonders erfreulich ist, dass wir nach jetzigem Stand keine Unfälle oder schlimmeren Verletzungen zu beklagen haben“, betont Stefan Küppers, Westnetz-Geschäftsführer Spezialtechnik und Digitalisierung.