Düren,
17
Juli
2021
|
21:55
Europe/Amsterdam

Tief Bernd: Verteilnetzbetreiber arbeitet mit Hochdruck an Wiederversorgung

  • Evakuierte Gebiete weiterhin nicht zugänglich
  • Zerstörte Infrastruktur erschwert die Arbeiten in Teilen des Gebietes
  • Knapp ein Drittel der ausgefallenen Ortsnetzstationen und Versorgungsleitungen inspiziert

Die Lage in den Überschwemmungsgebieten bleibt angespannt. Der Verteilnetzbetreiber Westnetz ist mit allen verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort, um möglichst schnell eine Wiederversorgung der Gebiete im westlichen Rheinland zu ermöglichen.

Hierzu wurden auch zusätzliches Westnetz-Personal aus anderen Regionen des Verteilnetzbetreibers, die nicht von den Unwettern betroffen waren, in die verwüsteten Gebiete geschickt. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schwester-Gesellschaften aus dem E.ON-Konzern stehen vor dem Einsatz. „Die Mitarbeitenden arbeiten bis an den Rand ihrer Belastbarkeit, um die Kunden wieder zu versorgen“, so Thomas Walkiewicz von Westnetz.

Durch die enormen Schäden und das vielerorts immer noch stehende Wasser ist die Inbetriebnahme von Umspannanlagen und Ortsnetzstationen schwierig. Knapp ein Drittel der Ortsnetzstationen inkl. der dazugehörigen Versorgungsleitungen im Kreis Euskirchen, im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis und im Rhein-Erft-Kreis konnten zwischenzeitlich von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begangen und inspiziert werden. Die persönliche Inaugenscheinnahme jeder einzelnen der Anlagen ist zwingend erforderlich, um eine gefahrlose Wiederanschaltung zu garantieren. Viele Stationen, die teilweise in Folge des Unwetters ausgefallen waren, konnten anschließend direkt wieder in Betrieb genommen werden. Andere müssen zunächst noch gereinigt und getrocknet werden, bevor sie wieder zugeschaltet werden können. Wieder andere Stationen können mit Hilfe von Aggregaten oder Umschaltungen wieder ans Netz angeschlossen werden. So konnten im Laufe des Tages wieder einige Ortsnetzstationen in Betrieb genommen werden.

Die Instandsetzung erfolgt systematisch. Aber es gibt auch Stationen, die selbst für die Fachleute nicht zugänglich sind: Einige sind noch immer vom Wasser eingeschlossen oder sind auf Grund zerstörter Straßen und Brücken nur äußerst schwer zugänglich. Andere befinden sich in evakuierten Ortsteilen von Swisttal, Erftstadt, Rheinbach und Weilerswist. Gebieten, zu denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keinen Zugang haben.

Bei allen Arbeiten gilt vor Ort: „Der Schutz der Menschen in der Region und selbstverständlich unserer Kolleginnen und Kollegen hat für uns oberste Priorität. Wir sind hierzu in enger Abstimmung mit den Städten, Gemeinden und Landkreisen und tauschen uns permanent mit den Krisenstäben und Behörden aus“, so Thomas Walkiewicz.

 

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