Neuenkirchen,
24
April
2018
|
00:00
Europe/Amsterdam

Transformator wiegt 90 Tonnen

Millimeterarbeit für die Versorgungsicherheit – mit Muskelkraft ziehen die Monteure den Transformator über ein Schwellengerüst auf das Fundament. Projektleiter Martin Diekmann prüft die genaue Aufstellung anhand des Projektplans.

  • Westnetz baut eine neue Umspannanlage in Maxhafen
  • Leistungsfähiger Transformator wird eingebaut
  • Rund fünf Millionen Euro investiert Westnetz in den Neubau

Westnetz baut eine neue 110.000-/30.000-/10.000-Volt-Umspannanlage an der Wettringer Straße in Neuenkirchen. Rund fünf Millionen Euro investiert das Unternehmen in den Bau der Anlage. Diese wird moderner Knotenpunkt der Energieversorgung in der Region.

Das Herzstück der Anlage bilden zwei Transformatoren mit einer Leistung von 40 und 20 Megavoltampere. Heute wurde der erste Transformator eingebaut. Spezialtieflader transportierten in der Nacht den etwa 90 Tonnen schweren Transformator zur Umspannanlage. Der rund zehn Meter lange, vier Meter breite und fünf Meter hohe Transformator wurde über ein Schwellengerüst mit Muskelkraft auf das Fundament gezogen.

„Die Transformatoren sind das Herzstück der neuen Umspannanlage“, sagt Martin Diekmann, Projektleiter bei der Westnetz. „Zukünftig haben wir damit ausreichend Leistungsreserven, um den hier in der Region erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien in die regionalen Verteilnetze und das Hochspannungsnetz einzupreisen.“

Hintergrund:
Auf einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern baut die Firma Beton und Monierbau gemeinsam mit weiteren Partnerunternehmen im Auftrag der Westnetz eine sogenannte 110.000-Volt-Doppelstichanlage mit zwei Transformatoren, die zusammen eine Leistung von 60 Megavoltampere liefern können. In einem neuen Schaltgebäude wird die 30.000-Volt- und 10.000-Volt-Doppelsammelschiene untergebracht. Von hier aus erfolgt die Verteilung des Stroms in die einzelnen Ortschaften.

Eine Umspannanlage ist Teil des Stromnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Denn die elektrische Energie wird auf ihrem Weg vom Kraftwerk, wo sie erzeugt wird, zum Endverbraucher auf mehreren Spannungsebenen transportiert, um eine möglichst verlustarme Übertragung zu erhalten. Die Umspannanalage in Neuenkirchen transformiert die elektrische Energie beispielsweise von 110.000 Volt auf 10.000 Volt. Für den einzelnen Verbraucher werden diese 10.000 Volt dann in Ortsnetzstationen auf 400 Volt umgespannt.