Dichtelbach,
16
Januar
2019
|
13:44
Europe/Amsterdam

Überschüssige erneuerbare Energie wird von Hoch- auf Höchstspannung übertragen

  • Schwertransport zur Anbindung an Höchstspannungsnetz

80 Meter lang, 600 Tonnen schwer, auffällig rot und mit schwerem Gerät beladen: Ein Schwertransporter auf 32 Achsen, mitten im Hunsrück. Um die überschüssige erneuerbare Energie an der Umspannanlage in der Gemarkung Bacharach aus dem Hochspannungs-Bereich der Westnetz in das Höchstspannungsnetz zu übertragen, sind zwei 350 MVA (Megavoltampere) Transformatoren (kurz: Trafos) notwendig. Innerhalb weniger Tage wurden diese im Auftrag des Unternehmens Amprion bis zur Umspannanlage in der Gemarkung Bacharach transportiert.

Dort werden die Trafos dafür eingesetzt, die überschüssige regenerative Energie in das Übertragungsnetz einzuspeisen. Das heißt, dass die Energie aus dem Hochspannungsnetz der Westnetz in das Höchstspannungsnetz von Amprion übertragen wird. Dafür wurden zwei spezielle 110-kV-Kabel (kV=Kilovolt) von der Umspannanlage Bacharach der Amprion an die Umspannanlage Rheinböllen der Westnetz verlegt.

Bereits Monate vorher wurde alles genau geplant. Die beiden Kolosse für die neue Umspannanlage wurden am zweiten Weihnachtstag und am vierten Januar zunächst per Bahn von Krefeld aus, über Mainz-Mombach und Langenlonsheim, zum Stromberger Bahnhof befördert. Von dort aus ging die Fahrt mit einem speziell für den Transport von Trafos konstruiertem Tieflader weiter. Die sogenannte Trafobrücke kann Nutzlasten bis zu 600 Tonnen befördern. Im Schritttempo bewegte sich der Schwertransport von Stromberg, über die Rheinböllerhütte, durch die enge Ortsdurchfahrt Dichtelbach, bis zu der neuen Umspannanlage in der Gemarkung Bacharach. Dafür mussten Straßen abgesperrt und Brücken verstärkt werden.