Ascheberg,
04
Juli
2017
|
00:00
Europe/Amsterdam

Umspannanlage Ascheberg ist jetzt fit für die Zukunft

  • Netzverstärkung zur Einspeisung von regenerativer Energie
  • Investition von 1,6 Millionen Euro
  • Anlage auf technisch modernstem Stand

Der Umbau der Umspannanlage in Ascheberg ist abgeschlossen. Heute stellten Projektleiter Egbert Petermann und Netzbetriebsleiter Michael Mühlenkamp von der Westnetz GmbH die Anlage in der Altefeldstraße vor und gewährten damit einen Blick hinter die Kulissen der Energieversorgung.

Rund 1,6 Millionen Euro investierte innogy an dieser Stelle in das Stromnetz der Zukunft. Mit dieser Netzverstärkung ist das Stromnetz in Ascheberg, Davensberg und Herbern zukunftsfähig für die vermehrte Einspeisung von regenerativen Energien ausgelegt und die Versorgungssicherheit weiter erhöht.

Ganz neu ist das Schalthaus mit der modernen Innenraum-Schaltanlage. Sie ist durch ihre Gasisolierung besonders platzsparend und ersetzt die bisherige Freiluftanlage aus den 70er Jahren. Die Schutz- und Leittechnik für die 10.000 Volt Anlage ist ebenfalls erneuert worden. Auch die Anbindung an das 30.000 Volt Netz ist jetzt neu. Wo vorher die Freileitung zwischen Drensteinfurt und Ascheberg verlief, liegen nun zwei 30.000 Volt-Kabel in der Erde. Damit ist die Leistung verdoppelt und mehr Kapazität für die Aufnahme von regenerativen Energien geschaffen worden.Der im Mai vergangenen Jahres angelieferte neue Transformator kann nun die Spannung von 110.000 Volt direkt in die 30.000 Volt umwandeln, mit der sie nach Drensteinfurt transportiert wird. Auch das war mit der alten Anlage so nicht möglich.

„Mit diesem Umbau haben wir die Anlage auf den technisch neuesten Stand gebracht. Sie wird von unserer Netzleitstelle in Arnsberg rund um die Uhr überwacht und ferngesteuert. So können die Kollegen in der Netzleitstelle jederzeit die Auslastung der Umspannanlage prüfen und gegebenenfalls eingreifen,“ erläutert Westnetz-Projektleiter Egbert Petermann.Michael Mühlenkamp, Leiter des Netzbetriebes für das Regionalzentrum Münster, ergänzt: „Für den Netzbetrieb ist das natürlich von Vorteil. Damit ist höchste Versorgungssicherheit gewährleistet. Die Fernsteuerung aus Arnsberg ist für mein Team aus Lüdinghausen eine Unterstützung für den zuverlässigen und sicheren Netzbetrieb.“

Hintergrund: Eine Umspannanlage ist Teil des Stromnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Denn die elektrische Energie wird auf ihrem Weg vom Kraftwerk, wo sie erzeugt wird, zum Endverbraucher auf mehreren Spannungsebenen transportiert, um eine möglichst verlustarme Übertragung zu erreichen. Die Umspannanalage in Ascheberg transformiert die elektrische Energie beispielsweise von 110.000 Volt auf 30.000 Volt oder 10.000 Volt. Für den einzelnen Verbraucher wird diese Spannung dann in Ortsnetzstationen auf 400 Volt umgespannt. Über dieselben Spannungsebenen werden in umgekehrter Richtung die regenerativen Energien aus der Region zum Weitertransport in das Stromnetz eingespeist.

 

Beitrag teilen

Teilen auf: Twitter
Teilen auf: Facebook
Teilen auf: LinkedIn