Mayschoß,
19
August
2021
|
16:44
Europe/Amsterdam

Unwetter Bernd: Westnetz beginnt mit Bau eines neuen Mittelspannungskabels in Mayschoß

  • Stromkabel soll provisorische Stromversorgung mit Aggregaten ablösen 
  • Auch Ortsnetzstationen und Niederspannungskabel werden erneuert 

Rund einen Monat nach der verheerenden Flutkatastrophe ist der Verteilnetzbetreiber Westnetz beim Wiederaufbau der Stromnetze zur regulären Versorgung der Gemeinde Mayschoß einen großen Schritt vorangekommen. Das Unternehmen startete nun mit den Bauarbeiten für ein neues 11.000 Volt-Mittelspannungskabel, das Mayschoß wieder sicher mit Strom versorgen soll und die derzeit eingesetzten provisorischen Aggregate ablösen wird.

„Die Flutkatastrophe im Landkreis Ahrweiler hat große Teile der Infrastruktur zerstört. Deswegen arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Westnetz mit Hochdruck an der Wiederherstellung der betroffenen Stromnetze. Das neue Erdkabel ist ein wichtiger Schritt, um den Ort Mayschoß wieder mit hoher Versorgungssicherheit an das reguläre Stromnetz anzubinden“, erklärt Netzplanungsingenieur Benedikt Eulgem von Westnetz.

Das neue Erdkabel wird den Strom vom höher gelegenen Kalenborn nach Mayschoß bringen und hat eine Länge von etwa 2,9 Kilometern. Die Bauzeit ist mit vier bis sechs Wochen geplant. Das neue Erdkabel ist hochwassergeschützt und ersetzt das zerstörte Stromkabel, das zuvor an der Ahr entlang führte. Die Inbetriebnahme des wichtigen Erdkabels ist unmittelbar nach der Fertigstellung vorgesehen.

Darüber hinaus ersetzt Westnetz zwei Ortsnetzstationen in Mayschoß, die ebenfalls durch das Hochwasser zerstört worden sind. Zur Anbindung der neuen Station verlegt Westnetz im Rahmen der Baumaßnahme eine neue 600 Meter lange Mittelspannungskabeltrasse im Ort. Weiterhin verlegt der Verteilnetzbetreiber neue Niederspannungskabel, damit die Haushalte in Mayschoß erreicht und wieder in die reguläre Versorgung aufgenommen werden können. Für die Arbeiten in Mayschoß am Stromnetz sind rund 20 Mitarbeiter von Westnetz und Dienstleister vier bis sechs Wochen mit Baggern, Fräsen und Kabelmesswagen im Einsatz.