Sinzig/Remagen,
31
Juli
2021
|
13:37
Europe/Amsterdam

Unwetter Bernd: Westnetz nimmt Umspannanlage in Sinzig provisorisch wieder in Betrieb

Stefan Brück von Westnetz und sein Team machten die Umspannanalage Sinzig gemeinsam mit zahlreichen weiteren Kolleginnen und Kollegen sowie Partnerfirmen nach den Unwetterschäden in Rekordzeit wieder flott. 

  • Versorgungssicherheit in der Region Sinzig und Remagen verbessert 
  • Kraftakt stabilisiert Stromnetz in der Region weiter 

Rund zwei Wochen nach der verheerenden Flut-Katastrophe im Landkreis Ahrweiler hat der Verteilnetzbetreiber Westnetz weitere Fortschritte bei der provisorischen Wiederherstellung der Netzinfrastruktur erreicht. So konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz Teile der von den Flutwellen stark beschädigten Umspannanlage in Sinzig nun wieder provisorisch in Betrieb nehmen. Für die Instandsetzungsarbeiten waren täglich auch an den Wochenenden ca. 40 Mitarbeiter und Dienstleister von Westnetz vor Ort im Einsatz.

„Das Unwetter hat in der Umspannanalage Sinzig so verheerende Schäden angerichtet, dass die für die Stromversorgung wichtige Anlage nicht wieder in Betrieb gehen konnte. Daher haben wir die Umspannanlage Sinzig provisorisch und in absoluter Rekordzeit soweit ertüchtigt, um unsere Versorgungsaufgabe wieder erfüllen können“, erklärt Stefan Brück, Leiter der Primärtechnik bei Westnetz in Rheinland-Pfalz. „Es macht mich stolz, dass wir wichtige Teile des Umspannwerks bereits nach zwei Wochen wieder in Betrieb nehmen können. Dafür haben alle Helfer rund um die Uhr bis an die Leistungsgrenze gearbeitet.“

Die Umspannanlage in Sinzig ist ein zentraler Kontenpunkt zwischen dem Hochspannungs- und dem Mittelspannungsverteilnetz. Sie übernimmt verschiedene Aufgaben, die für den reibungslosen Betrieb des Netzes entscheidend sind. Ihre Hauptaufgaben: Das „Ein- und Ausschalten“ der Stromleitungen und das Umspannen der elektrischen Energie auf eine andere Spannungsebene. „Nach der Unwetterkatastrophe wurden viele Anlagen zur Stromversorgung völlig zerstört. Die Zuschaltung der Umspannanlage stabilisiert unser Netz und verbessert die Versorgungsqualität in der Region um Sinzig und Remagen deutlich“, ergänzt Herbert Sesterhenn, Leiter Planen/Bau Rheinland-Pfalz.

Da auch die Schaltanlagen durch das Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen wurden, mussten große Teile der Umspannanalage Sinzig saniert werden.

Als wesentlichen Baustein für die Wiederversorgung konnte Westnetz eine neue und leistungsstarke mobile Mittelspannungsschaltanlage in Betrieb nehmen, da die Flutwellen die vorhandene Schaltanlage komplett zerstört hatten. Der aufwendige Schwertransport der 19 Tonnen schweren Anlage wurde von einer Spezialfirma durchgeführt. Die provisorische Anlage trat seine Reise vom Netzbetreiber Avacon Netz aus Salzgitter an und erreichte letzte Woche sein neues Ziel in Sinzig. Durch das Hochwasser in der Umspannanlage Sinzig wurde außerdem einer der beiden Hochspannungstransformatoren so stark beschädigt, dass dieser ausgewechselt werden musste. Der Ersatz-Transformator mit einem Gewicht von 72 Tonnen kam aus dem Reservepool der Westnetz und wurde vom Standort Bad Kreuznach nach Sinzig ebenfalls per Schwertransport gefahren.

In der Umspannanlage Sinzig ist nun auch ein neuer Transformator aus dem Reservepool der Westnetz im Einsatz. (Fotos: Westnetz)

 

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