Senden,
26
August
2021
|
13:05
Europe/Amsterdam

Unwetter Bernd: Westnetz setzt neue Mittelspannungsstationen im Flutgebiet

Eine neue Mittelspannungsstation wird in Erftstadt-Blessem ans Netz angeschlossen und hilft, das Stromnetz zu stabilisieren. (Fotograf: P. Meisterjahn/Westnetz)

  • Neue Betriebsmittel sollen provisorische Stromversorgung mit Aggregaten ablösen 
  • Auch Ortsnetzstationen und Niederspannungskabel werden erneuert 

Rund sechs Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe kommt der Verteilnetzbetreiber Westnetz beim Wiederaufbau der Stromnetze zur regulären Versorgung in den Hochwassergebieten im Rheinland gut voran. So startete das Unternehmen auch in Erftstadt-Blessem mit den Bauarbeiten für eine neue 11.000 Volt-Mittelspannungsstation, die Teile des Ortes wieder sicher mit Strom versorgen soll und das bis dahin eingesetzte provisorische Aggregat ablösen wird. 

Die Flutkatastrophe in den Landkreisen des westlichen Rheinlands hat große Teile der Infrastruktur beschädigt. Deswegen arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Westnetz mit Hochdruck an der Wiederherstellung, Instandsetzung und Stabilisierung der betroffenen Stromnetze. Diese wurden aufgrund des hohen Zerstörungsgrades zunächst überwiegend provisorisch aufgebaut.

„Der Anschluss der neuen Mittelspannungsstation in Blessem ist ein wichtiger Schritt, um Teile des Ortes Blessem wieder mit hoher Versorgungssicherheit an das reguläre Stromnetz anzubinden“, erklärt Peter Vent, Leiter Netzbetrieb im Regionalzentrum Westliches Rheinland der Westnetz.

Die neue Station wird zur Energieübertragung benötigt und ist ein echtes Powerpaket. Sie versorgt mehrere Straßenzüge und sorgt für Stabilität in der Stromversorgung. Die Lieferzeit betrug mehrere Wochen. Das neue Betriebsmittel ersetzt die alte Station in der Nähe des Feuerwehrgerätehauses in Blessem. Die Inbetriebnahme der Station erfolgt unmittelbar nach dem Anschluss ans Stromnetz am gleichen Tag.

Darüber hinaus ersetzt Westnetz weitere kleinere Ortsnetzstationen in Blessem, die ebenfalls durch die Flut zerstört worden sind. Zur Anbindung der neuen Station ertüchtigt und verlegt Westnetz im Rahmen der Baumaßnahme zusätzlich neue Mittelspannungs- und Niederspannungskabel im Ort. Durch das Niederspannungskabel erreicht der Verteilnetzbetreiber die Haushalte, die so ebenfalls wieder in die reguläre Versorgung aufgenommen werden können. Für die lokalen Arbeiten am Stromnetz sind rund 13 Mitarbeiter von Westnetz und ihren Dienstleistern drei bis fünf Wochen mit Baggern, Fräsen und Kabelmesswagen im Einsatz.

 

Hinweis der Westnetz
Bei Fragen zu Störungen und Stromausfällen empfiehlt Westnetz, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Kundenservice telefonisch unter 0800 4 11 22 44 (kostenfrei) anzusprechen. Sollte bei Anwohnerinnen und Anwohner die Energieversorgung bis zum Hausanschlusskasten noch nicht erfolgt sein, können sie ebenfalls die genannte Telefonnummer anwählen.

 

Über die aktuelle Situation berichtet der Verteilnetzbetreiber auch auf Twitter.