Dernau,
13
August
2021
|
09:59
Europe/Amsterdam

Unwetter Bernd: Westnetz stellt neue Ortsnetzstation in Dernau

  • Systematische Instandsetzung des Stromnetzes angelaufen 

Auch rund vier Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verteilnetzbetreibers Westnetz weiterhin mit Hochdruck an der Wiederherstellung der zum Teil stark beschädigten Stromnetze. Nachdem Westnetz in den letzten Wochen die Stromversorgung der betroffenen Gebiete provisorisch wiederhergestellt hat, schaut der Verteilnetzbetreiber jetzt in die Zukunft und bereitet die systematische Instandsetzung vor.

So konnte Westnetz im stark von der Flut betroffenen Ort Dernau eine neue Ortsnetzstation aufstellen. Die rund fünf Tonnen schwere Anlage wurde per Kran an ihren Bestimmungsort nahe des Friedhofes gebracht und ersetzt das Vorgängermodell, das am vergangenen Wochenende infolge des Unwetterschadens außer Betrieb genommen werden musste.

„Die neue Ortsnetzstation wird die Stromversorgung in Dernau deutlich stabilisieren und die Versorgungssicherheit wieder auf ein Normalmaß erhöhen. So stellen wir Dernau fit für den kommenden Winter auf“, erklärt Netzplanungsingenieur Benedikt Eulgem von Westnetz. Durch die Inbetriebnahme der neuen Ortsnetzstation können zudem die beiden Stromaggregate zur provisorischen Versorgung der Anwohner in Dernau außer Betrieb genommen werden.

Die meist grünen und größeren Ortsnetzstationen werden zur Energieübertragung benötigt, denn der darin aufgestellte Transformator wandelt die Mittelspannung (10.000 Volt) in Niederspannung (400 Volt) um. Von den Ortsnetzstationen, die zum Teil auch in Gebäuden untergebracht sind, gelangt der Strom über die kleineren grauen Kabelverteilerschränke bis hin zu den einzelnen Hausanschlüssen. Ihr unauffälliges Äußeres ist übrigens nur Tarnung: Denn auch in den Kabelverteilerschränken steckt eine Menge wichtiger Technik, ohne die die störungsfreie Stromversorgung gar nicht möglich wäre.

Gute Nachrichten konnte Westnetz zudem aus dem Ort Rech melden. Dort nahm der Verteilnetzbetreiber das neue Stromkabel unterhalb der Ahr erfolgreich in Betrieb, welches in den letzten Tagen mittels Spezialequipment per Spülbohrung eingeblasen wurde. Das neue Kabel ersetzt die alte Verbindung unter der Ahr, die nach Schädigungen durch die Flut ersetzt werden musste. „Das Erdkabel stabilisiert die Stromversorgung, so dass die Versorgungsqualität auch in Rech wieder bis nahezu auf ein normales Niveau steigt. Auch hier können wir ein Stromaggregat abbauen“, fasst Eulgem zusammen.

Über die aktuelle Situation berichtet der Verteilnetzbetreiber auch auf Twitter.