Düren,
15
Juli
2021
|
10:32
Europe/Amsterdam

Nord-Eifel: Unwetter sorgt weiterhin für Ausfälle im Stromnetz

  • Besonders betroffen sind die Eifel, der linksrheinische Rhein-Sieg-Kreis und Teile des Bergischen Landes
  • Westnetz arbeitet mit Hochdruck an der Wiederversorgung und ist mit allen Kräften im Einsatz
  • Notfallstab wurde durch dramatisch Lage verstärkt

Von der dramatischen Wetterlage sind aktuell zusätzlich die Städte Erftstadt und Euskirchen und die Gemeinde Weilerswist betroffen.

Die Umspannanlage Lechenich in Erftstadt ist aktuell in Teilen spannungslos. Weiterhin ist die Umspannlage in Weilerswist-Vernich teils überflutet und kann derzeit nicht betreten werden. Sie wurde abgeschaltet.

Auch die Umspannanlage Rheinbach mit beiden 110.000 Volt-Transformatoren ist seit gestern Abend spannungslos und nicht betretbar. In der Umspannanlage Gehn, Stadt Mechernich, ist das Wasser abgelaufen. Die Stromversorgung ist jedoch derzeit noch unterbrochen. Die Techniker konnten sich mittlerweile Zugang verschaffen.

Eine dramatische Lage besteht weiterhin durch die Überflutung in der Umspannlage Binsfeldhammer in Stolberg-Vicht (Städteregion Aachen). Auch dort ist die Stromversorgung weiter unterbrochen und der Zutritt ist zurzeit nicht möglich. Die Umspannanlage in der Gemeinde Alfter im Ortsteil Witterschlick ist weiterhin stromlos.

Alle Umspannlagen der Region werden von den Technikerinnen und Technikern aktuell – soweit möglich und anfahrbar – auf Funktionsfähigkeit kontrolliert. Anlagen, die die nicht erreicht werden können, werden zum Teil mit Drohnen kontrolliert. Die Westnetz prüft auch Aggregateinsätze. Der Verteilnetzbetreiber ist in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden, mit örtlichen Krisenstäben und den Behörden. Ein positives Zeichen: Bislang konnte Westnetz keine Unfälle in Bezug auf die Situation vermelden.


Hintergrund

Die aktuelle Wetterlage mit Starkregen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sorgt seit gestern Abend überregional für Ausfälle in der Stromversorgung. Der Starkregen hat den Pegel von Flüssen extrem ansteigen lassen und den Boden aufgeweicht, so dass es zu Überflutungen kam. Betroffen sind davon auch Anlagen zur Stromversorgung des Verteilnetzbetreibers Westnetz. Dazu gehören Ortsnetzstationen und Umspannanlagen. Aus Sicherheitsgründen müssen diese Anlagen bei eindringendem Wasser abgeschaltet werden. Dies führt zu einer Unterbrechung der Stromversorgung. Wenn Umspannanlagen ausfallen, kann es zu großflächigen und länger andauernden Störungen kommen.

Westnetz ist mit allen verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dauereinsatz, um die Anlagen zu überprüfen und wenn möglich die Versorgung über andere Leitungen aufzubauen. Dabei erschweren überflutete Straßen zum Teil die Erreichbarkeit der Anlagen. Der regionale Notfallstab wurde verstärkt.

Bis zum frühen Morgen wurden im Regionalzentrum Westliches Rheinland insgesamt 37 Mittelspannungsstörungen, unter anderem in den Orten Schweinheim, Fringsheim, Flamersheim in der Stadt Euskirchen registriert. Weiterhin wurden 72 Stromstörungen in der Niederspannungsebene gezählt.

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