Kleve,
21
Oktober
2019
|
17:06
Europe/Amsterdam

Vier Millionen Westnetz-Projekt schreitet planmäßig voran

Ein 74-Tonnen schwerer Trafo wird auf einen Schwerlastroller für den Standortwechsel innerhalb der Umspannanlage Kleve gezogen.

  • Transformatorwechsel innerhalb der Anlage
  • Stromkreise werden optimiert

Mit großen Schritten schreitet der Ersatzneubau in der Umspannanlage Kleve planmäßig voran. „Für eine weitere sichere und zuverlässige Stromversorgung der Stadt Kleve bringen wir die Anlage auf den neuesten und modernsten Stand der Technik.“, erläutert Westnetz-Projektleiter Jürgen Tünnesen. Der Verteilnetzbetreiber versorgt die Stadtwerke Kleve derzeit über zwei verschiedene Umspannstationen mit Strom. Mit diversen technischen Maßnahmen verstärkt die Westnetz das zuständige Stromnetz an der Emmericher Straße und passt es den gegebenen Anforderungen an.

Dafür sind bereits zwei neue und extrem leise Transformatoren ans Netz angeschlossen worden, für die vorab neue gemauerte Standorte, sogenannte Trafotassen, gebaut wurden. Ein neues leistungsstarkes und extrem leises 74-Tonnen-Energieschwergewicht wurde bereits im Juli auf seinem neuen Platz stromseitig angeschlossen. Diesen Montag hat Westnetz einen gleichwertigen zweiten Transformator innerhalb der Anlage mit Unterstützung eines Schwerlastunternehmens auf die zweite neue Trafotasse gehievt. Der Trafowechsel innerhalb der Anlage dauert rund vier Tage. Zusätzlich sind in der Station bereits zwei neue Trafoplätze für die Stadtwerke vorbereitet worden.

Im Zuge dessen werden die vier bestehenden 110 kV Stromkreise umgebaut, wobei zwei Stromkreise neugebaut und optimiert werden und zwei entfallen. Die im Anschluss neu aufzubauenden 110 kV Stromkreise werden im Inneren des Stadtgebietes als 110 kV Kabelanlage ausgeführt.

Durch die neue Anordnung der Betriebsmittel benötigt die neue Station insgesamt weniger Platz, bietet aber eine höhere Betriebs- und Personensicherheit. Ein neu gebautes Schalthaus kann aufgrund installierter Digitalisierungsmodule vollständig aus der Ferne überwacht und bedient werden. Ebenso ist eine neue Zufahrt zur Umspannanlage geplant, die nicht mehr an der Musikschule entlangführt, sondern an der Einfahrtseite der Firma Rama gebaut wird.

„Für uns steht aber vor allem die Sicherheit an erster Stelle: Während des gesamten Neubauvorhabens möchten wir eine zuverlässige Stromversorgung gewährleisten und die Belastungen für die Anwohner so gering wie möglich halten.“, sagt Oliver Sauerbach, Leiter des Regionalzentrums Niederrhein.

Hochspannungsschaltanlagen bilden die Schaltstellen im Verteilnetz, welches die elektrische Energie von den Kraftwerken zum Endverbraucher übertragen. Transformatoren dienen der Spannungsumwandlung von 110.000 Volt auf die darunter liegende Ebene von 10.000 Volt und verbinden die vorgelagerte Verteilnetzebene mit dem örtlichen Stadtnetz.